Erblüht aus Trümmern – Rumpenheimer Schloss mit Park

Offenbach hat etliche wenig bekannte Schönheiten. Eine davon ist im Osten Offenbachs direkt am Main bei der Fähre nach Bischofsheim gelegen: Schloss Rumpenheim.
Im 2. Weltkrieg stark zerstört, wurde der geplante Abriss 1973 durch eine Bürgerinitiative verhindert.  Nach wechselvo01 Rumpenheimerschloss Mainseitellen Aktivitäten wurde das Schloss 2002 äußerlich nach historischem Vorbild aber mit zeitgemäßer Innengestaltung wieder aufgebaut und scheibchenweise als Eigentumswohnungen verkauft, d. h. Besucher sehen in der Regel nur die wunderbar anmutende Hülle. Während der Rumpenheimer Kunsttage jedoch wird in einigen Räumen öffentlich Kunst gezeigt.

Der Schlosspark ist als Stadtpark zugänglich. Sein Zustand war ebenfalls erbärmlich. Die Wildnis wurde im Rahmen eines Parkpflegewerks und dank einige Sponsoren zum großen Teil beseitigt und Teile des Parks rekonstruiert. Natürlich stockt in Zeiten leerer Kassen die Pflege. Aber ich will nicht meckern. Der aktuelle Zustand ist bereits sehenswert und lohnt einen Besuch.

Kurz zur Geschichte (mehr unter den Links):
1788 von Friedrich von Hessen-Kassel als 3-flügelige Anlage mit Englischem Landschaftspark erbaut. Bedeutende Gäste waren u. a. Franz-Joseph, Zar Alexander II, der dänische König
Christian IX, Friedrich VII.
Prinz Wilhelm von Schleswig-Holstein nahm hier 1863 die griechische Königskrone an.

weitere Infos bei Wikipedia, Stadt Offenbach

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Schätzchen im Trubel – 27. Museumsuferfest 2014

01 Museumsuferfest - Eiserner Steg 02 MuseumuferfestSchon Tradition und immer noch frisch, dynamisch, vielfältig und turbulent zeigt sich das Museumsuferfest, mit dem für die Frankfurter Museen geworben wird. Für viele sind jedoch die bevorzugten Ziele Essen, Trinken, Musik und Tanz. Nicht überraschend,  aber immer wieder faszinierend ist die Internationalität des Angebots  (von Argentinien über Finnalnd bis  USA) – auch wenn das gastronomische Angebot nicht immer überzeugt. Auch die Musik wird an den Stellen, wo sie sich überlagert, einfach nur als Lärm empfunden.

Umso erfreulicher sind die kleinen Schätzchen ausgefallenen (Kunst)handwerks. Wir wollen einige Anbieter vorstellen und bitten diejenigen, die hier nicht genannt werden um Verzeihung. Es handelt sich um eine zufällige, sehr subjektive Auswahl.

So Süß

11 So Süß - Fimo-SchmuckKim Ehrentraut und Tania Lozano – beide Goldschmiedinnen seit 2003/2007 haben ihre Liebe zu Kinderschmuck entdeckt. Neben ihrer Arbeit als selbständige Goldschmiedinnen haben sie begonnen, aus Fimo kleine bunte Dinge zu backen – Ohrstecker, Ohrhänger, Anhänger für Armbänder, Ringe … in Form von Törtchen, Eis in der Waffel, Cupcakes, Früchten, Blumen, … einfach süß. Auf die Idee gebracht hat sie die Tochter von Tania Lozano, dabei kamen Erinnerungen an die eigene Kindheit hoch. Sie haben bemerkt, dass viele Menschen Freude an ihren kleinen Werken haben. Im letzten Jahr fingen sie an, ihre kleinen Schätzchen auf Märkten zu verkaufen. Im Januar 2014 haben beide offiziell eine geschäftliche Partnerschaft in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet.

weiter Infos unter somini.de
und richtigen Schmuck gibt es hier: www.kim-ehrentraut.de

Von der Medizin zum Porzellan

13 ArtMosphaere - Birgit-Palt

Birgit Palt

14 ArtMosphaere - Mathias Kohl - Stefi Ahuis

Matthias Kohl und Stefi Ahius

Birgit Palt aus Offenbach-Rumpenheim hat ihre medizinischen Ambitionen aufgegeben und sich ihren still schlummernden Traum erfüllt – 2003 hat sie ihre Ausbildung zur Keramik-Gestalterin abgeschlossen und betreibt seit dieser Zeit ihr Atelier »ArtMosphäre« in der Nähe des Rumpenheimer Schlosses. Und was gestaltet sie? Ihre Spezialität sind hauchdünne Porzellan-»Gefäße« – Teelichter, Vasen, Schalen, Deko-Artikel, Leuchten, …
Die Nachfrage nach ihren »Kunstwerken« ist so groß, dass sie kaum mit der Fertigung nachkommt. Inzwischen wird sie von Stefi Ahuis unterstützt, die ebenfalls Keramik-Gestalterin ist.
Aktueller Tipp: vom 19. – 21.9.2014 ist ihr Atelier geöffnet – im Rahmen der Rumpenheimer-Kunsttage (www.rumpenheimer-kunsttage.de).

weitere Infos unter birgitpalt.de

Der frankfurter Buchbinder mit indianischen Wurzeln?

15 Der Buchbinder - Siegfried KrausWenn man an seinem Stand vorbei kommt, fällt er sofort mit seinem roten Irokesenschnitt auf und lädt damit zu einem Gespräch ein. Dabei entpuppt er sich als netter, kommunikativer Mensch. Dass er einer der wenigen Buchbinder in Frankfurt ist, rückt dabei fast in den Hintergrund.
In seiner Buchbinderei im Frankfurter Gallus pflegt er – jenseits der industriellen Buchfertigung – handwerkliche Tradition mit allen Facetten des Berufs. Auf Märkten zeigt er vor allem originell gestaltete Kästchen, Stufenkästchen und Notizbücher.

Er freut sich auf einen Besuch in seiner Werkstatt in der Speyerer Str. 19a bzw. auf seiner (nicht so tollen) Website www.buchbinder-frankfurt.de

Wohlklingende Flöten!

16 Tubian - Res NeuenschwanderRes Neuenschwander ist Blockflötenbauer aus Bad Camberg. Gemeinsam mit seiner Frau Petra bieten sie ein nicht so bekanntes Instrument an: das Chalumeau (gesprochen Schalymo). Das einfache Chalumeau sieht aus wie eine dicke Blockflöte mit dem Mundstück einer Klarinette und wird gespielt wie eine Blockflöte. Der Klang ist angenehm und auch als Solo-Instrument »gut genießbar«. Dieses Instrument gibt es in ähnlicher Form seit dem 18. Jahrhundert. Aus ihm hat sich die Klarinette entwickelt.
Das Angebot beginnt mit einfach zu spielenden Modellen, wendet sich aber auch an Musiker mit hohem Anspruch.

weitere Infos unter www.tupian.de

Der oder die Kolter?

17 My KolterNicht jeder weiß, was ein/eine Kolter ist. Diesen Missstand zu beseitigen, ist Christoph Seipp aus Gießen angetreten. Er will mit seinen Motiv-Koltern erreichen, dass jeder weiß, dass hier in der Region ein schwäbischer »Teppich« Kolter heißt – oder hochdeutsch: Decke, um sich zuzudecken, zu wärmen, kuscheln …. Nun gibt es sie auch mit Frankfurt-Motiv – einer Collage mit Alter Oper, Römer, Bembel und natürlich Goethe – gezeichnet von Lea Weber. Damit das richtige Kolter-Feeling entstehen kann, sind sie aus hochwertigen Materialien gefertigt (60% Baumwolle, 40% Dralon).
Und wie kommt man auf so eine Idee? Christoph Seipp ist eigentlich studierter Logistiker und nun IT-Trainer und Coach. Nachdem seine Bitte um eine/n Kolter an seine damalige Freundin auf Unverständnis stieß, entschloss er sich zu handeln und gründete im letzten Jahr MyKolter!

Infos dazu gibt es unter MyKolter.de

Weitere Schätzchen (Klick auf Vorschaubild = großes Bild):

Frankfurter Wallanlagen – Empfehlung: unbedingt besuchen

Jeder Frankfurter Autofahrer kennt den Anlagenring (Cityring) – als seltsam geformten Straßenzug. Viele wissen auch, dass diese Straßenführung historisch bedingt ist. Sie folgt den ehemaligen Wallanlagen, die bis ins 18. Jahrhundert Frankfurt vor Angreifern sichern sollten. Sie wurden durch die fortschreitende Militärtechnik überflüssig. Anfang des 19. Jh. wurden sie abgerissen und durch wunderbare private Gartenanlagen ersetzt. Viele reiche Frankfurter haben diese Flächen nach Vorgaben der Stadt aufwändig gestaltet. Sie reichten vom »Nizza« am Main im Westen bis zur alten Stadtbibliothek (jetzt Literaturhaus) im Osten. In der bis heute gültigen Wallservitut von 1827 wurde der Schutz dieser Anlagen festgeschrieben und bis auf wenige Ausnahmen (u.a. die Alte Oper) von der Politik bis heute durchgehalten, obwohl die Grundstücke in dieser Lage einen gewaltigen Wert darstellen. Bei leeren Kassen könnte man da schon schwach werden.

So konnte sich eine wunderbare Parkanlage entwickeln. Die ehemaligen Gärten gibt es natürlich in dieser Form nicht mehr, sind nur noch an einigen Stellen zu erahnen. Bei einer Führung durch Manfred und Gabriele Steyner vom »Freundeskreis Liebenswertes Frankfurt« konnten wir den westlichen Teil kennen lernen.

Start war am Eschenheimer Turm. Gleich daneben die erste Überraschung: Neben dem Hotel Fleming’s führt eine Treppenanlage nach unten in den »Bürgergarten« im Stil der Wallgärten des 19. Jh. (Rekonstruktion 1982) – eine Oase in Frankfurt mitten im Verkehrtslärm der Kreuzung Eschenheimer Anlage und Eschersheimer Landstraße.

Wir gingen nach Westen und trafen in der Bockenheimer Anlage auf das Nebbiensche Gartenhaus, 1810 gebaut für den Verleger Nebbien aus Anlass seiner dritten Hochzeit. Jetzt wird der Raum vom Frankfurter Künstelerclub mit einem abwechslungsreichen Programm genutzt.

Vielfältige Sichtachsen zeigen Natur, Kunst und Blicke auf das moderne Frankfurt.

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Maurisches Haus – traurige Geschichte oder nur Mode?

002 IMG_0043k_500Wer von der Friedberger Landstraße auf dem Anlagenring (Eschenheimer Anlage) Richtung Eschersheimer Landstraße fährt, kann aus dem Augenwinkel ein außergewöhnliches Gebäude erkennen – das Maurische Haus.
Zur Entstehung gibt es die traurige Geschichte einer vermutlich großen Liebe: Ein Frankfurter Kaufmann hat sich auf einer Reise zu den Pyramiden in eine ägyptische Schönheit verliebt. Um ihr den Aufenthalt in Frankfurt so angenehm wie möglich zu machen hat er für sie das Maurische Haus bauen lassen. Dabei hat er sich bis zum Ruin verschuldet und dann aus Verzweiflung erschossen.  Die allein gelassene Geliebte ist wieder in ihre Heimat an den Nil zurückgekehrt.
Fakt ist, dass der Maurermeister J.F. Weinsperger dieses Wohnhaus aus »Tausend und einer Nacht« 1856/1857 gebaut hat. Warum und für wen ist nicht so klar. Das spielt bei der hübschen Legende aber kaum eine Rolle. Bis vor wenigen Jahren residierte dort eine Steuerberatungsgesellschaft. Dann wurden Wohnungen geschaffen und vermietet , mit einem besonderen Mieter im Souterrain: »evanda – Leben mit Parkinson«.
Angeregt durch das Programm von »park in progress – Stadtlabor unterwegs in den Wallanlagen« wurden wir auf eine Veranstaltung im Maurischen Haus aufmerksam. Für uns überraschend war der Veranstalter evanda. Wir waren unerwartet Teil der Parkinson-Community und konnten erleben, mit welcher Leidenschaft die Mitglieder durch ein vielseitiges Programm versuchen, mit ihrer Krankheit so gut wie möglich zu leben. Bei dieser von den Mitgliedern organisierten Veranstaltung las Irene Glueck alte maurische Märchen. Von  Dr. Schubert wurden wir in die Architektur-Details eingeführt.
Beim Rückweg zum Auto haben wir ein weiteres »Schätzchen« im Nordend entdeckt: »Monas Weinbar«. Einfach sympathisch mit guten Weinen, kleinen Gerichten und netten Gesprächen. Jeden 1. und 3. Montag im Monat gibt es »Denken und Debattieren in Monas Weinbar« – um 19:00 Uhr am Philosophie-Montag.

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Kleinod in Niedergründau

Während eines Ausflugs in der Nähe von Gelnhausen fällt uns ein Kirchturm zwischen Bäumen auf. Neugierig auf Unbekanntes, fahren wir hin und entdecken eine Kirche mit einer außergewöhnlichen Orgel. Sie feiert in diesem Jahr 175-jähriges Jubiläum, nachdem sie 2008 aufwändig restauriert wurde. Möglich wurde dies durch den Einsatz des Fördervereins-Ratzmann-Orgel.

zweimal Rumms und weg ist er – der AfE-Turm in Frankfurt

44 Jahre alt • 34 Etagen • 116m Höhe • Teil des bisherigen Standorts der Uni Frankfurt • AfE = Abteilung für Erziehungswissenschaften • innerhalb von 15 Sekunden liegt er am Boden. Dieser tolle Aussichtspunkt ist nun leider weg. Bilder von dort oben findest du hier – aufgenommen am 26.4.2011

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Warum und wozu? Sammlung des Weltkulturen Museums

Seit Gründung des Museums 1904 wurden 67.000 völkerkundliche Gegenstände und 120.000 Fotografien und Filme gesammelt. Die letzte große Sammelexpedition brachte 1961 4.000 Exponate aus Neu Guinea ins Museum.

Waffensammlung im original Lager-System

Nur ein sehr geringer Teil kann gezeigt werden. Der Rest schlummert in gewaltigen Archiven.

Was waren die Motive der sammelnden Forscher? Sicher Interesse an fremden Kulturen. Welche Rolle spielten wirtschaftliche Überlegungen? Welche Rolle spielte die damals angenommene Überlegenheit der Weißen?

Die neue Ausstellung Ware & Wissen sucht Antworten auf diese und viele weitere Fragen. Die Besucher sind eingeladen, sich aktiv und offen mit ihnen auseinander zu setzen.

Künstler u. a. aus Mexiko, Neuseeland, Nigeria, Taiwan, England haben während ihres Aufenthalts in Frankfurt daraus auf der Grundlage ihrer ganz persönlichen kulturellen Erfahrungen Themen aufgegriffen und neue Produkte geschaffen

Das Weltkulturen Museum ist mit diesem Ansatz der Selbstreflektion federführend in der deutschen Museumslandschaft und wurde deshalb u. a. auch von der Kulturstiftung des Bundes deutlich gefördert.

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Kreuzzug-Geschichte aus Massenheim

Man nehme…geschichtliche Fakten, Inspirationen aus der Seefahrt, Fantasie und jede Menge Energie!

Klaus Steinbacher (83) aus Bad Vilbel – Massenheim hat mit diesen Zutaten 2012 den Historien-Roman »Castrum Buch 1 – Das Geheimnis« geschaffen. So nebenbei entstand noch Buch 2 »Die Mathematik des Fibonacci und Ibelin«, das sich an Feinschmecker mathematischer Konstrukte wendet.

Im Mittelpunkt vom »Geheimnis« steht der fünfte Kreuzzug von Kaiser Friedrich II (1194 – 1250,  Enkel Barbarossas). In Verhandlungen mit Sultan al-Kamil ist es ihm gelungen, u.a. Jerusalem, Bethlehem und Lydda »friedlich« für die Christen zurück zu gewinnen und sich als König von Jerusalem einzusetzen. Weitere Zutaten sind die Geheimnisse um Castel del Monte, das zu vielen Spekulationen einlädt. Warum entstand es dort und wozu wurde es gebaut?

Und wo trifft Menschen wie Klaus Steinbacher? Natürlich bei Wein auf dem Massenheimer Wochenmarkt.

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Frauen mittendrin – acht Frauen mischen Reichelsheim auf

Vor mehr als 30 Jahren haben sich einige Frauen der evangelischen Kirchengemeinde Reichelsheim zusammengetan und die »Junge Frauengruppe« gegründet. Erste Großtat war die regelmäßige Organisation des Reichelsheimer Weihnachtsmarkts. Nach einigen Jahren wollten sie das Attribut »jung« ablegen und nannten sich »Frauen mittendrin« – eine Gemeinschaft von derzeit acht Frauen ohne Statuten und Vorstand. Sie tun einfach! Seit einigen Jahren organisieren sie ein anspruchsvolles Programm unter dem Motto »RomanTisch«. 2009 und 2012 wurden ihre Aktivitäten beim Wettbewerb »Ab in die Mitte« ausgezeichnet.

In diesem Jahr: »Landluft, Cowgirls, Freiheitstraum«. An wechselnden, zum Thema passenden Spielorten werden bei neun Veranstaltungen besondere Themen präsentiert.

Diesmal geht es um den fiktiven Ort Clochemerle, der Bad werden soll (Novelle von Gabriel Chevallier). Eine plötzlich austretende Quelle führt zu Kontroversen im Ort. Ein junger Arzt schafft es mit Geschick und »Networking«, das Projekt erfolgreich zu realisieren: z. B. durch eine ausgeklügelte Therapie, die das Heilwasser mit Wein kombiniert. Schließlich wird der Ort vor allem von Weinbauern beherrscht, die von diesem Konzept überzeugt werden sollen. 1938 ist Clochemerle restlos ausgebucht – es brummt! Ein Jahr später gilt es, die durch den Krieg bedingten Umsatzeinbrüche auszugleichen.

Die Geschichte wurde anschaulich vorgetragen von Dr. Burkhard Kampschulte, der im Hauptberuf an der Technischen Hochschule Mittelhessen technische Informatik lehrt. Für die passende Stimmung – wir befinden uns ja in Frankreich – sorgte Vassily Dück virtuos mit seinem Knopfakkordeon.

Für uns eine besondere Überraschung war der Ort: das Restaurant Brunnenwärterhaus in der Nähe von Bad Nauheim – Schwalheim. Die Qualität der Küche konnten wir beim zum Thema passenden Essen – Coq au vin – testen. Wir werden wieder kommen, vermutlich im nächsten Sommer, auf die Terrasse.
Aktualisiert: Dieses Lokal existiert hier nicht mehr. Vermutlich ist der Betreiber jetzt in Bad Nauheim, Mittelstraße 3-5.

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Geheim-Tipp – alle sind willkommen in der Vilbeler Moschee

3. Oktober – Tag der offenen Moschee – auch in Bad Vilbel. Diese Moschee gibt es bereits seit 12 Jahren. Heute wollen wir mehr wissen!

Von Mitgliedern des Moscheevereins werden wir herzlich begrüßt (120 Mitglieder + ca. 100 Jugendliche) und mit Leckereien vom Grill verwöhnt. Junus Erdal hat uns bei der Führung das Gebäude und den Islam kurz erläutert. Für uns war neu, dass man auch als Nicht-Moslem jederzeit willkommen ist, z. B. um einfach mal lecker türkisch zu essen. In der Teestube mit Restaurant gibt es täglich eine kleine Auswahl an Gerichten zu sehr moderaten Preisen.

Ohne Zuschüsse hat die Gemeinde dieses Gebäude finanziert und zur Moschee umgebaut. Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Die Fliesen wurden stilgerecht aus der Türkei importiert. Viele Handwerkerarbeiten wurden ehrenamtlich von Mitgliedern in Eigenarbeit erledigt.

Beeindruckend ist auch die Jugendarbeit des Vereins. Für Jugendliche gibt es u.a. Nachhilfe-unterricht in allen Schulfächern, natürlich auch in Deutsch, Arabisch und zum Koran. Burhan Köroglu, Mitglied des Jugendvorstands, ist Einwanderer in der dritten Generation. Er studiert dual an der FH Friedberg Mechatronik und ist seit 6 Monaten mit einer Studentin der Erziehungswissenschaften verheiratet. Er versucht den jungen Türken klar zu machen, wie wichtig eine gute Ausbildung ist. Er hatte es schwer, weil seine Eltern ihn darin kaum unterstützen konnten. Mit seinen Erfahrungen will er zeigen, wie man die Schwierigkeiten, sich in einem fremden Land zu integrieren, überwinden kann. Heute, am Feiertag, gibt er ehrenamtlich Mathematik-Nachhilfe.

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