Archiv des Autors: Klaus

kleines (Bienen)-Paradies in Frankfurt

Wenige Meter neben der stark frequentierten Eschersheimer Landstraße herrscht  erholsame Ruhe. Der Chamissogarten in der Chamissostraße 38 liegt zwischen zwei Häuserzeilen auf ca. 2500 qm. Etwa 20 Jahre wurde er als »die gärtnerei« genutzt und bundesweit beachtet.

Vor einem Jahr haben die Inhaber Gabriele Hehl und Eckhard Dürre die Anlage an die Initiative von Ute Posenenske übergeben. Sie ist mit viel Energie gestartet, um ihren Traum eines nachhaltigen Refugiums für Menschen und Insekten – vor allem Bienen – zu realisieren. Sie will »ein Zeichen setzen, sowohl für die Ökologie als auch für das soziale Miteinander«.

Inzwischen hat sich ein harter Kern gefunden, der regelmäßig am Projekt arbeitet. Willkommen sind alle, die in einer Gemeinschaft mit Spaß gärtnern wollen – auch Menschen mit Behinderung. Der Garten wird behindertengerecht z. B. mit besonderen Hochbeeten gestaltet. Menschen, die noch nicht richtig in Frankfurt angekommen sind, finden hier eine Chance, in Kontakt zu kommen. Sprachbarrieren spielen nur eine geringe Rolle.

Beste Gelegenheit, dieses Paradies kennen zu lernen, ist am Tag der offenen Tür, am Samstag, 14. September 2019 von 13 bis 17 Uhr.

Weitere Informationen, wie z. B. Termine der regelmäßigen Treffen, kulturelle Veranstaltungen und Workshops gibt es unter der Website.

Wer schon mal hier ist, kann in der Nähe ein weiteres Highlight erkunden:

»The Braze – Gelato Artigianale« – Italienische Eismanufaktur von Sabrina Murina – tolle Sorten mit frischen, natürlichen Zutaten nach traditionellen italienischen Rezepten (siehe auch).

Zu finden ist sie in der Kleinschmidtstraße, hinter dem Sardischen Restaurant Nuraghe (Nähe U-Bahn-Station Lindenbaum).

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Rödelheim – Musik am »Niddastrand«

Was macht man an einem Freitagabend, wenn man bei mindestens 10 Alternativen nicht weiß, wohin? Man überlegt, wo es wohl am entspanntesten zugehen wird.

Unsere Antwort: nach Rödelheim, um im Vereinsringhaus an der Nidda lecker zu essen und anregende Musik mit lockeren Musikern zu genießen. Wer es nachmachen will: hier gibt es weitere Termine – im Winterhalbjahr nicht im Garten sondern im Saal – entweder Freitagabend oder Sonntag ab 11:00 Uhr. Statt Eintritt geht ein Zylinder rum – groß genug, um die reichen Spenden aufzunehmen.

Infos zur Gruppe unter Blue Blistering Barnacles

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Kronberg – voller spannender Schönheiten Teil 1

Natürlich kann man bei einem kurzen Aufenthalt eine Stadt wie Kronberg nur ansatzweise entdecken. Wir waren nicht auf der Burg, haben das Schlosshotel verschmäht, den Viktoriapark rechts liegen gelassen, Opelzoo und Golfplatz übergangen. Überwiegend waren wir im Bereich Berliner Platz  bis Johanniskirche unterwegs. Sicher werden wir weitere Teile nachliefern.

Diese Links liefern ergänzende Infos

Denkmal: 1869 Eduard Schmidt v. d. Launitz https://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_Schmidt_von_der_Launitz

Schmiede Scheller:  https://www.youtube.com/watch?v=Qh_pbcbDNg4

HfG Rundgang 2019

Die Hochschule für Gestaltung (HfG) ist ein Offenbacher Highlight mit internationaler Ausstrahlung. 1832 gegründet als Handwerkerschule, seit 1913 auf dem Gelände am Isenburger Schloss und seit 1970 eine Kunsthochschule des Landes Hessen, 2019 mit mehr als 700 Studierenden. Der lange geplante Neubau kommt nun voran: 2019 Kauf des Grundstücks im alten Offenbacher Hafen, bis Jahresende Architekturwettbewerb. Voraussichtlich kann 2024 umgezogen werden.

Beim jährlichen Rundgang zeigen die Studierenden aller Semester ihre Leistungen aus den Bereichen Kunst, Kommunikationsdesign, Medien, Bühnenbild und Produktgestaltung. Die folgenden Bilder zeigen einen kleinen zufälligen Ausschnitt der Arbeiten.

Irgendwann im Juli 2020 gibt es die nächste Chance, neue Werke kennenzulernen.

Frankfurter Kunstverein – Empathische Systeme

Künstliche Systeme gehören für uns häufig zum Alltag. Denken wir an die Sprachcomputer der Service-Hotlines, Saugroboter, die Apps unserer Smartphones, Sprachsysteme wie Siri, Alexa …. Wir empfinden sie als nervig oder hilfreich, seltener als sympathisch, z. B. wenn wir unseren Helfern Namen geben. Gelegentlich machen sie uns Angst, besonders, wenn wir an Systeme mit künstlicher Intelligenz denken und deren Möglichkeit, uns zu belauschen. Ob wir wollen oder nicht – unsere Beziehungen zu diesen Systemen werden häufiger und deren Qualität immer besser.

Der Frankfurter Kunstverein hat die von drei Künstlern getragene Ausstellung »Empathische Systeme« gestaltet. Die Leiterin und Kuratorin Franziska Nori und ihr Team wollen uns damit Gelegenheit geben, neue Erfahrungen mit unseren Gefühlen im Umgang mit den verschiedenen Objekten zu sammeln.

Bei den Videos und Objekten von Yves Netzhammer gehen menschenähnliche Gestalten miteinader um – liebevoll, aber auch aggressiv. Sie bewegen sich im Raum und laden uns zum Betrachten ein.

Die von Theo Jansen aus Installations-Rohren geschaffenen künstlichen »Tiere« bewegen sich scheinbar autonom. Am Strand werden sie durch Windkraft über die großen Segel angetrieben. In der Ausstellung übernimmt das Pressluft, die zu bestimmten Zeiten »Umerus« zum Leben erweckt. Es ist schon etwas unheimlich, wenn ein riesiges »Tier« durch den großen Saal des Kunstvereins marschiert. Ein innigeres Verhältnis entsteht, wenn wir das kleinere »Tier« selbst bewegen.

Takayuki Todo konfrontiert uns mit der Computer-Puppe »Seer«, die Menschen in ihrer Nähe erkennt, Blickkontakt aufnimmt und versucht, die Mimik zu erwidern: Kopf neigen, Augenbrauen hochziehen, …

Ergänzung: Die Leiterin Franziska Nori erhielt am 15.6.2019 für die vielen vom Kunstverein konzipierten zukunftsorientierten Ausstellungen den Binding-Kulturpreis.

Sommerwerft – schon mal zum Reinschnuppern

»In Zeiten, in denen man scheinbar unendliche Möglichkeiten hat, aber einen das Gefühl der Ohnmacht verfolgt, kann ein Ort, wie ihn die Sommerwerft bietet, entschleunigen, durchatmen, staunen und inspirieren lassen. Wir brauchen solche Plätze in der Gemeinschaft.«

Bernhard Bub, Vorstand protagon e.V. & künstlerischer Leiter von antagon theaterAKTion.

Die »Sommerwerft« ist ein kulturelles Highlight Frankfurts, organisiert und getragen von ehrenamtlichen Akteuren Protagons bzw. Antagons. Für den Kalender: Freitag 19.7. – Sonntag 4.8.2019. Das Programm wird demnächst im Internet publiziert (siehe Link).

Neben der Frankfurter Gruppe Antagon werden viele internationale Teams ihre Kunst zeigen: Gesang, Schauspiel, Zauberei, … Das Festareal am Main lädt zu spontanen Besuchen ein. Es muss nur noch das Wetter mitspielen.

Wir konnten bereits bei Antagon die Generalprobe von »Traum einer Sache« sehen: Befreiung aus Unfreiheit werden leidenschaftlich gespielt.

Hofheim am Taunus – Perle im Schatten?

Ein Bekannter von mir war erstaunt, dass ich einen Beitrag über Hofheim posten will: »Gibt es da etwas Besonderes?« Offensichtlich können Wenige im Rhein-Main-Gebiet die Schönheiten Hofheims einschätzen. Ich gestehe, auch ich bin eher zufällig hierher geraten – und war begeistert!

Die Highlights in Kürze:
• eine ziemlich intakte Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern
• markante Reste der alten Wasserburg mit Kellereigebäude und Hexenturm
• schöne Cafes, Restaurants und Eisdielen
• ein besuchenswertes Stadtmuseum mit interessanten Kunstereignissen
• Lebensmittelpunkt vieler bekannter Künstler rund um das »blaue Haus«
• Europa-Tempel der Baha’i im OT Langenhain
• vermutlich kann man auch erfolgreich shoppen – für mich eher nicht im Mittelpunkt 😉

Die folgenden Bilder zeigen einen Ausschnitt. Es gibt weit mehr zu entdecken, z.B. bei Stadtführungen.

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Junge Künstler im Frankfurter Kunstverein

Unter dem Titel »AND THIS IS US« versammelt der Frankfurter Kunstverein acht nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler, die an der Städelschule in Frankfurt bzw. an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach studierten. Die meisten von ihnen ließen sich auch an Akademien in anderen Ländern inspirieren. Ihre Werke, die überwiegend für die Räume des Kunstvereins geschaffen wurden, könnten unterschiedlicher nicht sein und zeigen viele überraschende, innovative Ansätze. Der Kunstverein versteht sich dabei als Plattform aktueller Kunst und will begabten Künstlern Öffentlichkeit bieten – auch um ihnen in Frankfurt ein Gefühl von Heimat zu geben. Die Ausstellung ist bis 12.5.2019 zu sehen. Empfehlenswert ist auch das Begleitprogramm mit Künstlergesprächen und Führungen.

Die aufwändige Ausstellung war dem Verein nur möglich, weil sich neben der Stadt Frankfurt die Dr. Marschner Stiftung finanziell beteiligt hat.

 

Main-Triangel – Kunst in der OFD

Auf der Sachsenhäuser Mainseite, gegenüber der EZB, fällt ein dreieckiges Gebäude auf – das Main-Triangel. Es wurde vom Architekten Fritz Novotny entworfen und 2008 als Bürogebäude fertiggestellt. Von außen wirkt es mit seinem an ein Schiff erinnernden Bug etwas abweisend. Der Innenraum ist jedoch ständig öffentlich zugänglich und präsentiert sich mit spannenden Blickachsen. Eine wahre Fundgrube für Fotografen.

Neben vielen anderen Firmen hat die Oberfinanzdirektion (OFD) Frankfurt hier ihren Sitz. Auch wenn man mit Finanzbehörden eher negative Gefühle verbindet, lohnt sich ein Besuch: die OFD organisiert regelmäßig Kunstausstellungen. In der Reihe »gemischtes Doppel« werden Künstlerpaare präsentiert, deren Werke Ähnlichkeiten und interessante Unterschiede zeigen.

Aktuell zu sehen sind Bettina Sellmann und René Luckhardt mit ihrerAusstellung »glam magic manufactorAy«. Bettina Sellmanns Bilder zeigen »glam magic« während René Luckhardt »manufactorAy« repräsentiert. In diesen bezieht er sich u. a. auf Bilder des Fotografen Man Ray, die er analysiert und daraus eigenständige Werke schafft. Bettina Sellmann zeigt magische, glamouröse Bilder, die u. a. von Mangas beeinflusst sind.

 

Darmstadt – Mathildenhöhe

Die Mathildenhöhe in Darmstadt ist zwar kein wirklicher Geheimtipp. Für Viele ist die große weite Welt aber bekannter als die nähere Umgebung. Nachdem Darmstadt mit der Künstlerkolonie in die Liste der UNESCO-Welterbestätten kommen will – könnte sie einen Besuch wert sein, bevor der große Rummel beginnt. Zur Entstehung der Künstlerkolonie gibt es  eine sehenswerte Website.
Aktuell (Januar 2019) wird die große Ausstellungshalle noch saniert. Die Arbeiten sollen voraussichtlich 2020 fertig sein.