Archiv des Autors: Klaus

Weltkulturen-Museum – Welten bewegend

Seit es Menschen gibt, sind sie auf Wanderschaft, aus wirtschaftlichen Gründen oder auf der Flucht, manchmal aus Interesse an anderen Ländern. Immer gibt es dabei Kontakte unterschiedlicher Kulturen, die manchmal harmonisch, häufig jedoch konfliktreich ablaufen. In der Regel ergab sich aus diesen Berührungen Neues, häufig Besseres.

In der Ausstellung »Welten bewegend – Migration macht Geschichte« werden Prozesse kulturellen Aufeinandertreffens gezeigt – weltweit – historisch bzw. aktuell.

Künstler haben gemeinsam mit den Kustoden für diese Ausstellung Exponate aus dem riesigen Schatz des Weltkulturen Museums gewählt und durch eigene Werke ergänzt. Zu sehen sind viele Erscheinungsformen kultureller Begegnungen.

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Bad Vilbel-Massenheim – Auenkunst update 2019/2020

Die inzwischen traditionelle Auenkunst ist in Bewegung. Jährlich werden Kunstwerke entfernt und durch neue ersetzt. Nicht jede Skulptur wird sofort verstanden. Manches wird vehement abgelehnt. In der Vergangenheit wurden einzelne Werke sinnlos zerstört. In diesem Jahr führte die Missbilligung zur Verhüllung, weil z. B. »Der Spötter …« nach Meinung einiger Bürger hässlich und abstoßend und dem Wohl vorbeigehender Kinder nicht zuträglich sei. … und wie ist es mit Halloween? Andere finden es einfach interessant oder spannend. Ich finde diesen friedlichen Konflikt belebend. Kunst will ja auch zum Nachdenken anregen.

Die folgenden Fotos zeigen überwiegend die neuen Exponate. Ältere Abbildungen sind auf vorherigen Blog-Beiträgen zu sehen.

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Frankfurter Kunstverein – Trees of Life

Lebensbäume – oder Erzählungen für einen beschädigten Planeten.

Die Erde entstand vor ca. 4,5 Milliarden Jahren, der Mensch existiert seit 200.000 Jahren. In den letzten 200 Jahren griff er mit zunehmender Geschwindigkeit massiv in die Natur ein. Die Folgen am deutlichsten erkennbar: Erderwärmung, Umweltverschmutzung und Sterben von Arten. Für uns kaum sichtbar: Kleinstlebewesen wie Pilze, Bakterien, Algen sind besonders betroffen; mit gewaltigen Wirkungen für alle Arten der Erde – auch für uns Menschen. Sie machen 70 % der lebenden Biomasse aus. Dieser Bereich wird kaum wahrgenommen und ist kaum erforscht. Der Mensch als »Krone der Schöpfung« muss – auch im eigenen Interesse – Verantwortung für den Bestand der Natur übernehmen.

In der Ausstellung werden naturwissenschaftliche Exponate aus dem Senckenberg Naturmuseum durch unterschiedliche Positionen von vier Künstlern ergänzt. Sie wird kuratiert von Franziska Nori, Direktorin des Frankfurter Kunstvereins, und wissenschaftlich begleitet von Philipe Havlik (Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung).

Sonja Bäumel thematisiert die Besiedlung des Menschen durch Mikroorganismen.
Der Mensch bewirtet etwa so viele Mikroorganismen wie er Zellen besitzt. D. h. nur 50 % des Menschen sind körpereigene Zellen. Er ist eine Plattform für andere Lebewesen.

Edgar Honetschläger erkennt die Probleme der Natur und will deshalb als Künstler aktivistisch wirken. Er sucht Mitstreiter über die Organisation GoBugsGo für den Erwerb von Land, um es der Natur zu überlassen – als »NON HUMAN ZONE.

Die Künstler von Studio Drift zerlegen Alltagsgegenstände in ihre Bestandteile, bestimmen die Materialien und ihre Mengen und formen daraus Kuben in der Größe ihrer Anteile am Produkt.

Dominique Koch will mit ihrem 33-minütigen Film »Holobiont Society« gefestigte Denkmodelle zur Sonderstellung des Menschen anhand neuen Wissens kritisch hinterfragen.

Ffm-Sindlingen – Villa Meister

Wenn’s die Zeitung nicht gäbe, wüsste ich nicht, dass die Villa Meister an einen Investor verkauft wurde. Die Stadt Frankfurt konnte und wollte den hohen Kaufpreis nicht zahlen. So ist unsicher, was mit dem denkmalgeschützten Objekt wird. Im Gespräch sind Wohnungen. Der Park soll lt. Testament der Witwe der Öffentlichkeit zugänglich sein. Auf jeden Fall wird es Änderungen geben.

Anlass für mich, den aktuellen Zustand zu dokumentieren und bei der Gelegenheit den wenig bekannten Stadtteil Sindlingen für mich zu entdecken. Dieser Beitrag behandelt Villa und Park (soweit zugänglich). Weitere, eher versteckte Schönheiten werde ich noch sammeln und hier zeigen. Ich freue mich auf Tipps von Kennern Sindlingens.

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Alte Mühle Bad Vilbel – Über die Jahre – Ingrid Stoltzenberg

 Der Kunstverein Bad Vilbel zeigt in der Einzelausstellung »Über die Jahre – eine Retrospektive« Bilder und Objekte der Künstlerin Ingrid Stoltzenberg.
Zu sehen sind die Kunstwerke noch bis 6.10.2019.
Öffnungszeiten:
Mittwoch und Donnerstag, 02./03.10. von 18.00 – 20.00 Uhr
Samstag und Sonntag, 05./06.10. jeweils von 15.00 – 20.00 Uhr

 

kleines (Bienen-) Paradies in Frankfurt (update)

Wenige Meter neben der stark frequentierten Eschersheimer Landstraße herrscht erholsame Ruhe. Der Chamissogarten in der Chamissostraße 38 liegt zwischen zwei Häuserzeilen auf ca. 2500 qm. Etwa 20 Jahre wurde er als »die gärtnerei« genutzt und bundesweit beachtet.

Vor einem Jahr haben die Inhaber Gabriele Hehl und Eckhard Dürre die Anlage an die Initiative von Ute Posenenske übergeben. Sie ist mit viel Energie gestartet, um ihren Traum eines nachhaltigen Refugiums für Menschen und Insekten – vor allem Bienen – zu realisieren. Sie will »ein Zeichen setzen, sowohl für die Ökologie als auch für das soziale Miteinander«.

Inzwischen hat sich ein harter Kern gefunden, der regelmäßig am Projekt arbeitet. Willkommen sind alle, die in einer Gemeinschaft mit Spaß gärtnern wollen – auch Menschen mit Behinderung. Der Garten wird behindertengerecht z. B. mit besonderen Hochbeeten gestaltet. Menschen, die noch nicht richtig in Frankfurt angekommen sind, finden hier eine Chance, in Kontakt zu kommen. Sprachbarrieren spielen nur eine geringe Rolle.

Beste Gelegenheit, dieses Paradies kennen zu lernen, ist einfach mal hinzugehen und mitzumachen. Wann dies möglich ist und wann Veranstaltungen angeboten werden steht auf der Website.

Wer schon mal hier ist, kann in der Nähe ein weiteres Highlight erkunden:

»The Braze – Gelato Artigianale« – Italienische Eismanufaktur von Sabrina Murina – tolle Sorten mit frischen, natürlichen Zutaten nach traditionellen italienischen Rezepten
(siehe auch).

Zu finden ist sie in der Kleinschmidtstraße, hinter dem Sardischen Restaurant Nuraghe (Nähe U-Bahn-Station Lindenbaum).

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Rödelheim – Musik am »Niddastrand«

Was macht man an einem Freitagabend, wenn man bei mindestens 10 Alternativen nicht weiß, wohin? Man überlegt, wo es wohl am entspanntesten zugehen wird.

Unsere Antwort: nach Rödelheim, um im Vereinsringhaus an der Nidda lecker zu essen und anregende Musik mit lockeren Musikern zu genießen. Wer es nachmachen will: hier gibt es weitere Termine – im Winterhalbjahr nicht im Garten sondern im Saal – entweder Freitagabend oder Sonntag ab 11:00 Uhr. Statt Eintritt geht ein Zylinder rum – groß genug, um die reichen Spenden aufzunehmen.

Infos zur Gruppe unter Blue Blistering Barnacles

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Kronberg – voller spannender Schönheiten Teil 1

Natürlich kann man bei einem kurzen Aufenthalt eine Stadt wie Kronberg nur ansatzweise entdecken. Wir waren nicht auf der Burg, haben das Schlosshotel verschmäht, den Viktoriapark rechts liegen gelassen, Opelzoo und Golfplatz übergangen. Überwiegend waren wir im Bereich Berliner Platz  bis Johanniskirche unterwegs. Sicher werden wir weitere Teile nachliefern.

Diese Links liefern ergänzende Infos

Denkmal: 1869 Eduard Schmidt v. d. Launitz https://de.wikipedia.org/wiki/Eduard_Schmidt_von_der_Launitz

Schmiede Scheller:  https://www.youtube.com/watch?v=Qh_pbcbDNg4

HfG Rundgang 2019

Die Hochschule für Gestaltung (HfG) ist ein Offenbacher Highlight mit internationaler Ausstrahlung. 1832 gegründet als Handwerkerschule, seit 1913 auf dem Gelände am Isenburger Schloss und seit 1970 eine Kunsthochschule des Landes Hessen, 2019 mit mehr als 700 Studierenden. Der lange geplante Neubau kommt nun voran: 2019 Kauf des Grundstücks im alten Offenbacher Hafen, bis Jahresende Architekturwettbewerb. Voraussichtlich kann 2024 umgezogen werden.

Beim jährlichen Rundgang zeigen die Studierenden aller Semester ihre Leistungen aus den Bereichen Kunst, Kommunikationsdesign, Medien, Bühnenbild und Produktgestaltung. Die folgenden Bilder zeigen einen kleinen zufälligen Ausschnitt der Arbeiten.

Irgendwann im Juli 2020 gibt es die nächste Chance, neue Werke kennenzulernen.

Frankfurter Kunstverein – Empathische Systeme

Künstliche Systeme gehören für uns häufig zum Alltag. Denken wir an die Sprachcomputer der Service-Hotlines, Saugroboter, die Apps unserer Smartphones, Sprachsysteme wie Siri, Alexa …. Wir empfinden sie als nervig oder hilfreich, seltener als sympathisch, z. B. wenn wir unseren Helfern Namen geben. Gelegentlich machen sie uns Angst, besonders, wenn wir an Systeme mit künstlicher Intelligenz denken und deren Möglichkeit, uns zu belauschen. Ob wir wollen oder nicht – unsere Beziehungen zu diesen Systemen werden häufiger und deren Qualität immer besser.

Der Frankfurter Kunstverein hat die von drei Künstlern getragene Ausstellung »Empathische Systeme« gestaltet. Die Leiterin und Kuratorin Franziska Nori und ihr Team wollen uns damit Gelegenheit geben, neue Erfahrungen mit unseren Gefühlen im Umgang mit den verschiedenen Objekten zu sammeln.

Bei den Videos und Objekten von Yves Netzhammer gehen menschenähnliche Gestalten miteinader um – liebevoll, aber auch aggressiv. Sie bewegen sich im Raum und laden uns zum Betrachten ein.

Die von Theo Jansen aus Installations-Rohren geschaffenen künstlichen »Tiere« bewegen sich scheinbar autonom. Am Strand werden sie durch Windkraft über die großen Segel angetrieben. In der Ausstellung übernimmt das Pressluft, die zu bestimmten Zeiten »Umerus« zum Leben erweckt. Es ist schon etwas unheimlich, wenn ein riesiges »Tier« durch den großen Saal des Kunstvereins marschiert. Ein innigeres Verhältnis entsteht, wenn wir das kleinere »Tier« selbst bewegen.

Takayuki Todo konfrontiert uns mit der Computer-Puppe »Seer«, die Menschen in ihrer Nähe erkennt, Blickkontakt aufnimmt und versucht, die Mimik zu erwidern: Kopf neigen, Augenbrauen hochziehen, …

Ergänzung: Die Leiterin Franziska Nori erhielt am 15.6.2019 für die vielen vom Kunstverein konzipierten zukunftsorientierten Ausstellungen den Binding-Kulturpreis.