FFF: Elina Brotherus – In Reference to a Sunny Place

Elina Brotherus ist in Finnland geboren und lebt heute in Finnland und Frankreich. Sie ist eine der bedeutendsten europäischen Fotokünstlerinnen, deren Werke in vielen Museen vertreten sind, u. a. im Centre Pompidou, Paris; Kiasma Museum of Contemporary Art, Helsinki; Moderna Museet, Stockholm; Museum Folkwang, Essen; Kunststiftung DZ Bank, Frankfurt am Main; Vehbi Koç Foundation, Istanbul und MAXXI, Rom.

Häufig ist sie Fotografin und Model gleichzeitig. Sie arrangiert eine Szenerie und fotografiert sich mit Selbstauslöser, dabei ist sie oft von hinten zu sehen. Sie will den Blick des Betrachters nicht auf sich sondern auf das Motiv lenken. Sie lässt sich von anderen Künstlern inspirieren und setzt deren Bildideen in ihrem eigenen Stil um. Anfangs hat sie sich mit der Romantik auseinandergesetzt. Nachdem sie alle möglichen Varianten erprobt hat, war Fluxus eine neue Herausforderung. Mit diesen »Sinnlosen« Bildern lebt sie ihr kreatives Potenzial intensiv aus.

Elina Brotherus ist eine große Inspirations-Quelle: für neue Sichten offen sein und früh morgens aufstehen, um stimmungsvolle Bilder zu schaffen.

Die Bilder sind bis 18. September im FFF zu sehen (Führungen siehe Website). Am Samstag, 10.9.2022, 15:00 Uhr, wird Elina Brotherus mit Celina Lunsford ein Galeriegespräch im FFF Fotografie Forum Frankfurt führen. Eine gute Gelegenheit, sie persönlich zu treffen.

 

Friedrichsdorf (Ts) | Kunsttage in offenen Höfen

Der kurze Besuch der Kunsttage (21. – 22.5.2022) hat interessante Einblicke in offene Höfe ermöglicht. Die Kontakte mit vielen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern mit ihren unterschiedlichen Sichtweisen waren sehr inspirierend. Leider konnten wir die vielseitige Gastronomie nicht ausprobieren. Die Speisekarten lasen sich durchweg spannend. Erfahrungen nehmen wir gerne auf.

Natürlich hat Friedrichsdorf noch mehr zu bieten. Wir werden sicher wiederkommen und unsere Entdeckungstour erweitern. So steht der Mormonen-Tempel auf unserer Liste (leider nur von außen zu sehen).

10. Festival junger Talente 2022 | Frankfurter Kunstverein

80 Künstler_innen haben 19 hochschulübergreifend interdisziplinäre, experimentelle und performative Projekte realisiert. Beteiligt waren sieben Kunstinstitute des Rhein-Main-Gebiets,  federführend die Hochschule für Gestaltung in Offenbach.

Vom 6. – 15. Mai 2022 (Eröffnung: 5.5., 19:00 Uhr) werden die Werke im Frankfurter Kunstverein gezeigt. Da viele Projekte performant angelegt sind, ist es sinnvoll, das auf der Website gezeigte Programm zu beachten.

Zuffällige Auswahl aus 19 Werken:

Diese »Macher« des Festivals konnte ich vor die Kamera bekommen:

Sommerwerft again | u. a. Antagon mit DIASPORA

Die Sommerwertft vom 22. Juli – 7. August 2022 ist das internationale Festival freier Theater. Es ist traditionell ein Highlight in der Kulturlandschaft Fankfurts an der Weselerwerft neben der EZB. Theatergruppen und Künstler aus vielen Teilen der Welt werden hier sein, Lebensfreude vermitteln zum Nachdenken anregen.

Derzeit arbeiten Antagon und der Verein Protagon am Programm, das wohl ab Mitte Mai klar und auf der Website zu sehen sein wird.

Ein Programmpunkt steht bereits fest: DIASPORA.
Dieses Stück thematisiert die Situation von Menschen auf der Flucht – ein Thema das für uns so nah ist, wie seit langem nicht mehr. Roter Faden ist die klassische Tragödie »Die Troerinnen« von Euripides. Die Künstlergruppe Antagon zeigt es in ihrer bekannt dynamischen, leidenschaftlichen Art.

Die Bilder der Galerie zeigen Aufnahmen der Generalprobe vom 23.04.2022
Fotos: Gerhard Cervenka (Schöneck) und Klaus Knorr (Bad Vilbel).

 

Bad Soden Ts. | Ausstellungen im Badehaus im alten Kurpark

Bis 24. April 2022 können zwei sehenswerte Ausstellungen besucht werden:

Schwarz-Weiß trifft Farbe 2022:
Antje Hottowitz
(Malerin) hat Motive von schwarz/weiß-Fotos von Dick Byer als Inspiration für ihre farbigen Bilder übernommen.

naturen – kulturen … mein emotionaler Blick auf die Natur 2022
Romana Menze-Kuhn
: Sie setzt sich intensiv mit Natur und den menschlichen Einflüssen auseinander. Ihre Bilder und Installationen zeigen ihren subjektiven Blick auf dieses Spannungsfeld.

Die Ausstellungen sind geöffnet Mi, Sa, So von 15:00 – 18:00 Uhr

Ffm-Fechenheim | Kunst und Wohnen im Bunker

Fechenheim bietet so manche Überraschung. Gut versteckt hinter dem alten Rathaus liegt ein Hochbunker, der 1942 nach Entwürfen von Adam Heinrich Aßmann erbaut wurde. Er ist so gestaltet, dass er als Kirche erscheinen sollte.

2016 hat sich Dr. Moeser entschieden, ihn zu kaufen und in Wohnungen umzuwandeln. Von 2017 bis 2018 arbeiteten drei Handwerker u. a. mit leistungsstarken Diamantsägen, um die für eine friedliche Nutzung notwendigen über 30 Öffnungen zu schaffen. Sie mussten dabei bis zu zwei Meter starke Mauern und 1,5 Meter dicke Decken überwinden. Dr Moeser: »Diese Umwidmung ist umweltfreundlicher und wirtschaftlicher als ein Abriss und Umbau.«

2019 wurde das Objekt von der Stadt Frankfurt mit dem Preis »Denkmal des Jahres« ausgezeichnet.

 

Das »Seitenschiff« des Bunkers wurde als Ausstellungsraum umgebaut. Derzeit zeigt der Fotograf Jürgen Gries Kugelpanoramen Fechenheimer Motive. Er will »unscheinbare« Orte in einer besonderen Perspektive zeigen. In Facebook zeigt er weitere außergewöhnliche Fotoarbeiten. Er ist mit Fechenheim stark verbunden und hat intime Kenntnisse dieses oft unterschätzten Stadtteils u. a. über seine langjährige Tätigkeit als Polizist.

Die Kugelpanoramen entstehen aus 32 Einzelaufnahmen, die am PC zu diesen besonderen Bildern berechnet werden. Diese Fotos können gekauft werden – Fine Art Print, gerahmt: 130 €, größere 170 €. Neue Prints haben den gleichen Preis – allerdings ungerahmt.
Er ist erreichbar über seine E-Mail-Adresse: jupgries@gmx.de

Seit 2019 werden neun modern ausgestattete Wohnungen vermietet. Ich hatte Gelegenheit, eine Wohnung zu sehen. Sie hat einen großen Wohn-Ess-Bereich mit offener Küche. Hinter der Küche ist ein Lagerraum. Auf dieser Etage gibt es zudem ein Gäste-WC.

Der große Schlafraum ist eine Etage tiefer und über eine Holztreppe erreichbar. Hinter dem Schlafraum bietet sich ein festerloser Raum als Ankleide bzw. begehbarer Kleiderschrank an. Auf dieser Etage ist auch das Duschbad mit WC und Platz für die Waschmaschine.

Bingen | mehr als Hildegard

Hildegard von Bingen ist die prominenteste Persönlichkeit, die man mit Bingen in Verbindung bringt. Die Spuren dieser außergewöhnlichen Frau des Mittelalters sind hier allgegenwärtig. Viele weitere interessante und schöne Stellen sind in der Stadt zu entdecken und lohnen einen Besuch. Wir waren zweimal dort: im Februar 2021 und ein Jahr später nochmal. Coronabedingt war die Gastronomie mittags überwiegend außer Betrieb. 2021 blieb uns nur asiatisch to go, 2022 ein Lichtblick: Die Gaststätte »Zum Opa« hatte offen. Es gab sogar den Opa, der mittags von Küche bis Service alles alleine machte. Er ist ein richtiger Opa mit neun Enkeln. Die Küche: früher sagte man jugoslawisch und bürgerlich. Das Essen war lecker und preiswert.

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Orientierungsplan


Die folgenden Fotos geben eine schnelle Übersicht. Mit Drohne wäre es natürlich noch anschaulicher.


Der Ortsteil Bingerbrück, westlich der Nahe, war Standort des Klosters von Hildegard. Es sind nur noch wenige Spuren aus ihrer Zeit erhalten.


Die Innenstadt Bingens wäre einen eigenen Beitrag wert. Hier erste schnelle Eindrücke.


Bingen am Rhein

Bingen: Kempten, Rochusberg
Appenheim

Renoir | Impressionismus + Rokoko

Pierre-Auguste Renoir (*1841 +1919) war einer der bedeutendsten Impressionisten. Bei vielen seiner Werke sind Anleihen bei Malern des Rokoko erkennbar. Er hat Motive aufgenommen und mit den Stilmitteln und Maltechniken des Impressionismus neu realisiert. Stark beeinflusst wurde er von den vielen »Zeitenwenden« im Laufe seines Lebens. Das Städel-Museum zeigt bis 19. Juni 2022 Schlüsselwerke seines Schaffens, ergänzt durch Werke des 18. Jahrhunderts und vergleichend Bilder seiner Zeitgenossen. Obwohl das Städel selbst etliche Renoir-Werke besitzt, sind in der einmaligen Ausstellung auch viele Exponate internationaler Leihgeber zu sehen.

Schönheit im Untergrund | Frankfurts U-Bahnstationen

Für Viele unbekannt, liegen sehenswerte architektonische Leckerbissen im Untergrund Frankfurts. Selbst U-Bahnnutzer kennen in der Regel nur »ihre« Stationen. Mit diesem Beitrag möchten wir einladen, auf Entdeckungsreise zu gehen. Ideal bei schlechtem Wetter und zu unschlagbar günstigen Preisen. Ein Tagesticket des RMV bietet größtmögliche Mobilität und ist billiger als die meisten Eintrittskarten der Museen.

Dieser U-Bahn-Tripp gibt außerdem die Gelegenheit, auch bisher kaum besuchte Quartiere im Umfeld der jeweiligen Stationen zu entdecken.

Die folgende Auswahl zeigt nur einen kleinen Teil der Unterwelt aus Sicht verschiedener Fotografen der »Fotofreunde Bad Vilbel«. Noch ein Tipp: oberhalb der Bahnsteige bietet auch die B-Ebene lohnenswerte Ansichten. Bei einigen Stationen liegen die  Bahnsteige auf unterschiedlich gestalteten Ebenen.

Während die ersten Stationen (Betrieb ab 1968) funktional gestaltet wurden, hat man später zunehmend Wert auf anspruchsvollere Architektur gelegt.

Weitere Infos gibt es auf der Website der VGF (Verkehrsgesellschaft Frankfurt) und bei Wikipedia.

Festhalle / Messe (Betrieb seit 2001)

Dom / Römer (Betrieb seit 1974 | Umbauten 1988)
Sie ist die tiefste Station Frankfurts.

Ostbahnhof (Betrieb seit 1999, verlängert 2007)

Alte Oper (Betrieb seit 1986)

Westend / Palmengarten (Betrieb seit 1986)

Bockenheimer Warte (Betrieb seit 1986)

Schirn | Walk | Gehen als Kunst

Gehen ist normalerweise selbstverständlich, alltäglich. Wir sind unbewusst zu Fuß unterwegs, ohne darüber nachzudenken.

Die global besetzte Ausstellung WALK in der Frankfurter Schirn Kunsthalle zeigt uns, dass Gehen ein vielschichtiges, komplexes, philosophisches Ereignis ist. Die 40 Künstler beschäftigen sich u. a. mit Gehen als gesellschaftlichem Phänomen, mit der Verbindung Mensch und Raum, reflektieren Themen wie Globalisierung, Migration und Klimawandel.
Kuratoren der Ausstellung sind Dr. Fiona Hesse und Matthias Ulrich.

Ergänzend zur Ausstellung finden – auch im öffentlichen Raum – (Mitmach-)Veranstaltungen statt (Programm auf der Website).

Die Ausstellung lädt ein zum Mitdenken und Mitmachen. Sie kann bis 22. Mai 2022 besucht werden.

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