Mühlheim (Main) – nicht nur Mühlen

Die vermutlich schönste Anreise ist mit dem Fahrrad auf dem Mainradweg. Die S-Bahn ist auch eine gute Option (Haltestelle Mühlheim) und natürlich das Auto. Ich war mit meinem Verkersverbund unterwegs: Auto mit Fahrrad.

Sehenswert:

Die Altstadt rund um die Pfarrgasse und die Markuskirche, das Stadtmuseum und die Brückenmühle.
Von den ehemals 10 Mühlen existiert nur noch eine – die Brückenmühle, die gerade denkmalgerecht saniert wird und 2021 der Öffentlichkeit als Museum zugänglich sein soll.
Aktuell (6/2020) sind wegen Corona nicht alle Einrichtungen zugänglich. Es ist sinnvoll, sich im Internet zu informieren.

Das NSG Dietesheimer Steinbrüche ist ein besonderes Highlight. In den ehemaligen Steinbrüchen (bis 1982) entstand eine vielfältige Seenlandschaft mit neun Seen in Feldern und Wäldern.

Weitere Informationen unter diesen Links:
Stadtmuseum
Vor- und Frühgeschichtliche Arbeitsgruppe Mühlheim am Main
Brückenmühle (Wikipedia)
Infos zum NSG Dietesheimer Steinbrüche
Mainradweg

 

 

Kronberg – Schloss Friedrichshof

Ein weiteres Juwel Kronbergs, das Schloss Friedrichshof, wurde ab 1889 im neugotischen Tudorstil erbaut. Es diente der ehemaligen Kaiserin Victoria (Tochter von Queen Viktoria) als Witwensitz. 1945 wurde es von der US-Army beschlagnahmt. 1954 wurde es wieder der Hessischen Hausstiftung übertragen und zum Schlosshotel ausgebaut.

Der Schlosspark wurde als englischer Landschaftsgarten mit edlen exotischen Bäumen angelegt. Der weitläufige Park ist heute zum großen Teil die 18-Loch-Golfanlage des Golf- und Landclub Kronberg (gegründet 1954). Im nördlichen Teil befindet sich (öffentlich zugänglich) der »Cottage Biergarten«  und ein italienischer Rosengarten; nicht öffentlich: die historischen Gebäude des Reitclubs Kronberg (Reitausbildung für Kinder und Jugendliche).

Wer mehr erfahren will, bekommt intensive Eindrücke bei Führungen der Kunsthistorikerin Dr. Astrid Gräfin von Luxburg (Kultur-Erlebnis.de)

Südlich des Schlossparks befindet sich der empfehlenswerte öffentliche Viktoriapark.

Siehe auch Kronberg … Teil 1.

 

 

OF-Bieber – mehr als Fußball

Bieber, früher landwirtschaftlich, später vom inzwischen stark reduzierten Lederhandwerk geprägt, ist seit 1938 ein Stadtteil von Offenbach. Die Einwohner verstehen sich bis heute vor allem als »Bieberer«.

Die Offenbacher Kickers (OFC) dürften wohl das Bekannteste von Bieber sein. Daneben gibt es aber etliche interessante »Schönheiten«.
Gleich hinter dem Stadion [11] am »Bieberer Berg« steht der über 100 Jahre alte Aussichtsturm [12]. Die beiden Bieberer Kirchen mit ihrem eher einfachen Äußeren überraschen mit ihren inneren Attraktionen. Die Altstadt zeigt dörfliches Ambiente mit Häusern bis zurück ins 18. Jahrhundert. Die Bieber mit Obermühle und reichlich Landschaft animiert zum Spaziergang. Nette, überwiegend inhabergeführte Läden in der Seligenstädter Straße sind einen Besuch wert. Viele gastronomische Betriebe bieten neben regionalen und internationalen Speisen und Getränken Plätze im Freien an. Manche haben daneben Kultur im Angebot. Hoffentlich werden sie nach Corona weiter bestehen.

Doppelklick zur Orientierung in Bieber:

Stadion und Aussichtsturm

Der 1901 gegründete OFC und seine Fans durchlebten in den letzten Jahren dramatische Berg- und Talfahrten, teilweise durch sportliche Leistungen, aber auch finanzielle Probleme. Ein Höhepunkt war 1970 der Gewinn des DFB-Pokals und 1974 ein 6:0-Sieg gegen FC Bayern München. Das neue Stadion [11] wurde in der Hoffnung auf einen Aufstieg in die 2. Bundesliga 2012 fertiggestellt. Aktuell spielt die Mannschaft in der Regionalliga (4. Liga). In Wikipedia gibt es eine interessante Grafik zur Geschichte des Vereins.

Der einige hundert Meter hinter dem Stadion stehende 1882 erbaute Aussichtsturm [12] ist 27 m hoch, die über 108 Stufen überwunden werden können. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zu 200 km weit in die Landschaft. Wegen des etwas diesigen Wetters konnte ich sie leider nicht auskosten.
Aktuell ist er wegen Corona geschlossen, sonst wird er an den Wochenenden geöffnet. Details werden auf der Website des »Musikvereins Eintracht« genannt.

Eines der ältesten Zeugnisse menschlicher Kultur in Bieber ist das etwa 3000 Jahre alte  Bieberer Amulett [13].

Kirchen

St. Nikolaus [22]:
Vorgängerbauten ab 15. Jahrhundert
erbaut 1936 | 1990 letzte Renovierung.
Künstler D. Wurmdobler: In Rottönen gemalte Kassettendecke. Farbton: caput mortuum.
Jesus wird mit hellem Blattgold überzogen, die Apsis mit konzentrischen Kreisen farbiger Wellenbewegungen als Symbol der Erlösung der Menschheit angelegt.

Lutherkirche [21]:
1852 lebten in Bieber 1200 Einwohner, davon 43 evangelisch.
Die Kirche wurde 1935 erbaut | monumentale Wachs-Malerei von Hans Kohl. Diese Maltechnik gab es bereits in Altägypten (3000 v. Chr.) »Es ist eines der letzten hessischen Dokumente aus der nationalsozialistischen Zeit, das von einem einheimischen Künstler gemalt wurde« (Kurt Gallwitz, Städel-Dir.)

 

Der alte Stadtkern [31 – 33]
ist gut auf Stadtplänen zu erkennen. Er wird etwa markiert von Alt Bieber, Rathausgasse und der derzeit verrohrten Bieber. Eine erste Mühle gab es vermutlich am Rand dieses Kerns. Daran erinnert nur noch der Straßenname »Am Mühlenwehr«.
Die liebevoll restaurierte Bebauung reicht bis ins 18 Jh. zurück.

Die Bieber | Seligenstädter Str.

Die Bieber [41 – 42] – oder auch »Die Bach« – kommt von Heusenstamm und fließt weiter nach Nordosten in die Rodau, die schließlich nördlich von Mühlheim im Main mündet. Die Bieber wurde 1960 über ca. 400 m verrohrt, um Hochwasser zu vermeiden – mit mäßigem Erfolg. Es gibt zwar die Idee, sie wieder ans Tageslicht zu bringen, aber die Zahl der Mitstreiter ist eher überschaubar.

Der Charme der Seligenstädter Str. [45] liegt in ihren vielen, überwiegend inhabergeführten Läden – von Mode bis Wein.

Bad Ems – Kaiserliche Zeit

Gastbeitrag von Erhard Mattern, Bad Vilbel

Nicht mehr im Rhein-Main-Gebiet, aber in der Nachbarschaft an der Lahn liegt die Kurstadt Bad Ems. Dieser Ort hat nicht zuletzt durch die „Emser Depesche“ Berühmtheit erlangt, die letztlich Auslöser des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 war. Der preußische König und spätere deutsche Kaiser Wilhelm I. weilte mit seinem Hofstaat in dem mondänen Badeort zur Kur. Auch andere große Persönlichkeiten hinterließen hier ihre Spuren

Schon dem Besucher, der sich nur wenige Stunden aufhält, bietet die Stadt mit ihren imposanten Bauwerken, insbesondere der Spielbank, dem Kurhaus oder dem Kursaal-Gebäude einen Einblick in die Epoche. Ein Ausflug in diese schöne Stadt an der Lahn an einem sonnigen Sommer- oder Herbsttag ist allemal ein Genuss. Mit der Kurwaldbahn, die einen Höhenunterschied von 132 Metern bei 78 % Steigung überwindet, fährt man hoch über das Lahntal und hat auf der Panorama-Terrasse einen grandiosen Ausblick über die Stadt, den Fluss und die umliegenden Berge.

Luminale 2020 Frankfurt – eine der größten Lightshows weltweit

Letzte Nachricht: Luminale ist abgesagt.

Am 12. März 2020 startet die Luminale für vier Tage bzw. Abende. Während am Tag Themen wie »Hochhausstadt Frankfurt«, »Digital – Romantic« und »Stadt(Natur)« auf dem Programm stehen,  warten in Frankfurt und Offenbach 111 spannende Lichtkunstwerke auf Entdeckung. Programm und Plan gibt u.a. im Internet unter diesem Link.

Vietnamesisches Neujahrsfest

Die Vietnamesische Community begrüßt mit einem traditionelle Fest das neue »Jahr der Maus« . Federführend ist der »Verein der Vietnamesischen Flüchtlinge in Frankfurt und Umgebung«. Gemeinsam bitten sie um ein gutes neues Jahr, gedenken ihrer Herkunft, den in ihrer Heimat in Unfreiheit lebenden Landsleuten und ihrer vielfältigen Kultur.

Wir hatten wunderbare Begegnungen mit vielen freundlichen Menschen. Neben den mit Leidenschaft vorgetragenen Darbietungen konnten wir die abwechslungsreiche vietnamesische Küche genießen.

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Neu-Isenburg – Ausflug in die Nachbarschaft

Wer stilgerecht Neu-Isenburg erkunden will, nimmt am besten die Straßenbahn Linie 17. Sie fährt auf der Trasse der historischen Waldbahn von 1889 und kommt an der historischen Bahnstation an der Stadtgrenze an. Schräg gegenüber steht immer noch das ehemalige »Bollwerk« der Frankfurter gegen Eindringlinge in den Stadtwald, das Frankfurter Haus – damals wie heute eine gastliche Stätte, von Frankfurtern und Isenburgern gleichermaßen geschätzt. Als Isenburger man konnte dort auf Frankfurter Grund aus den strengen kirchlichen Regeln ausbrechen und das damals bereits liberale Leben der Frankfurter genießen.

Neu-Isenburg wurde 1699 von 34 hugenottischen Familien gegründet, die Frankreich ihres Glaubens wegen verlassen mussten. Das nötige Land stellte ihnen Graf Jean Philipp von Ysenburg-Büdingen zur Verfügung. Die neue Siedlung plante der Architekt Andreas Loeber, der acht Gassen und Gässchen des ehemaligen Stadtkerns sternförmig am Marktplatz zusammenlaufen ließ. Der Grundriss ist noch heute gut erkennbar und steht unter Denkmalschutz. Zunächst landwirtschaftlich geprägt, spielten schnell die ehemals erlernten Handwerksberufe eine wichtige Rolle.

Ein guter Start für die Neu-Isenburg-Tour ist der Besuch im Stadtmuseum (Haus zum Löwen  –  Freitag bis Sonntag). Es präsentiert sehr anschaulich Gründung und Entwicklung der Stadt.

Die folgenden Bilder zeigen einen kleinen Ausschnitt meiner Entdeckungstouren. Es lohnt sich, einfach ziellos durch Neu-Isenburg zu schlendern. Neben vielen Bauwerken aus der Zeit bis 1900 gibt es eine Fülle guter Lokale. Ich habe nur zwei probieren können: Das Frankfurter Haus und die Kartoffelstubb. In beiden hat es mir geschmeckt und der Aufenthalt war angenehm.

Weitere Lokale, die mir von Passanten genannt wurden:

Naturfreundehaus Neu-Isenburg, Neuhöfer Str. 55
Bobbestübche, Karlstraße 18
Apfelwein-Föhl, Marktplatz
Ich freue mich über Erfahrungsberichte zu weiteren Gaststätten.

Diese Ereignisse bzw. Orte könnten auch einen Besuch lohnen:

Raumbild-Tag (17. Oktober 2020 von 10:00 bis 18:00 Uhr Bürgerhaus Zeppelinheim  –  neben dem Zeppelinmuseum)
Bembeltreff im Haus zum Löwen (Stadtmuseum)  –  Facetten der Isenburger Geschichte, Zeitzeugenabende und Oral History, offen für alle, an jedem 1. Freitag im Monat.
Open-Doors-Festival (17. – 19.7.2020)
Geschichts- und Heimatverein
Pour l’Yseboursch Gründung des Vereins vor einem Jahr. Er will das Leben in den ersten 180 Jahren im »alten Ort« erforschen und zeigen. Man kann gespannt sein!
Mundart Theater in der Hugenottenhalle
Sportpark mit Waldschwimmbad

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Rüsselsheim – viel mehr als Opel

Rüsselsheim wird in der Regel mit den Opel-Werken verbunden. Adam Opel startete 1862 eine Nähmaschinenfabrik, 1886 kamen Fahrräder dazu. 1898 startete die Autofertigung. Ab 1929 war Opel eine Tochtergesellschaft von General Motors, 2017 Übernahme durch PSA (u. a. Peugeot und Citroën). Als vermutlich größter Steuerzahler wirken sich die geschäftlichen Erfolge bzw. Krisen stark auf die Finanzkraft der Stadt aus.

Tipp: Werks-Tour. Anmeldung per Internet

Kultur spielt in Rüsselsheim eine große Rolle. Aus dem vielfältigen Angebot möchte ich das 1969 erbaute Theater zeigen. Weitere Highlights weiter unten.

 

Die Opelvillen wurden 1931 von Friedrich Opel erbaut und bis 1938 von der Familie bewohnt.

Seit 2001 werden sie von der »Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim« genutzt. Seit dieser Zeit finden regelmäßig außergewöhnliche, sehenswerte Ausstellungen statt. Im Verbindungsbau zwischen den beiden Villen, der »Schleuse«, werden weniger bekannte junge Künstler präsentiert. Außerdem bekommt der Künstlerverein Malkasten Raum für eigene Präsentationen.

Bei unserem letzten Besuch der Ausstellung des Brasilianers Geraldo de Barros (1923 – 1998) und »Konkrete Poesie« (Eugen Gomringer und Freunde) landeten wir unversehens in der Ausstellungseröffnung des »Malkastens«. Die Künstlerinnen haben unter »Resonanzen« Werke der Hauptausstellung durch eigene Stücke ergänzt.

Wer Lust hat, weiter in der Kunstszene Rüsselsheims zu stöbern, findet vieles auf der Website des Künstlers Sam Khayari, der dort mit viel Liebe und Leidenschaft Spannendes aus Rüsselsheim vorstellt.

 

Rechts neben den Opelvillen liegt die Festung (bis 1546 erbaut), in der seit 1976 das Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim beheimatet ist. Im Cafe in der Festung kann man außerdem lecker essen und trinken, besonders schön im Sommer.

Links von den Opelvillen liegt der Vernapark.

Freifrau Wilhelmine von Verna hat als Witwe von 1850 bis 1865 diesen spätromantischen Park im Stil Englischer Landschaftsgärten angelegt. Seit 1912 ist er als Stadtpark öffentlich zugänglich. Der Originalzustand konnte über weite Teile bewahrt werden. Besuchenswert ist er zu allen Jahreszeiten. Im Juni findet traditionell ein hochkarätiger Künstlermarkt statt, im Winter der Weihnachtsmarkt, dazwischen werden z. B. Open-Air-Konzerte angeboten.

Sinclair-Haus Bad Homburg – Natur digital

In der Ausstellung »Illusion Natur – digitale Welten« (bis 2.2.2020) zeigen uns 12 Künstlerinnen und Künstler scheinbar Natur. Tatsächlich sehen wir konstruierte Welten. Während viele Kunst mit Pinsel oder Meißel verbinden, werden hier Techniken verwandt, die es erst seit Aufkommen der Computertechnologie gibt und zunächst nur von einzelnen »Innovatoren« aufgegriffen wurden. Denken wir daran, dass 1971 der erste industriell gefertigte Microprozessor verfügbar war und zu einer bemerkenswerten Welle von »homecomputern« wie Atari, Commodore … führte. Mit dem IBM-PC (1981) wurden Computer auf breiter Front populär und Smartphones (2007) haben unseren Alltag voll im Griff.

In diesem Beitrag stelle ich kurz die Künstler vor, die ich auch bei der Eröffnung entdecken konnte. Weiter unten gibt es einen Überblick über viele der Kunstwerke. Den besten Eindruck vermitteln Führungen bzw. Angebote des Begleitprogramms.

 

Tamiko Thiel ist eine wahre Weltbürgerin. Die Amerikanerin mit japanischen Wurzeln lebt in München und hat laut ihrer DNA Verwandte auf der ganzen Welt. Sie spricht sehr gut deutsch mit erkennbar amerikanisch/bayerischem Klang. Mit dem Softwareentwickler Peter Graf hat sie die Kunstwelt »Unexpected Growth« erschaffen, die nur mit einem Smartphone oder besser noch mit einem Tablet zu sehen ist. Während die eingebaute Kamera die Umgebung auf dem Bildschirm zeigt, wird sie von einer künstlichen Unterwasserwelt überlagert. Bei näherem Hinsehen bemerkt man, dass es sich um Plastikteile handelt. Unter Fachleuten heißt so etwas Augmented Reality (erweiterte Realität).

 

Arno Beck macht digitale Kunst ohne Computer. Mit einer mechanischen Schreibmaschine  »malt« er Bilder – Kombinationen aus Realem und Phantasieformen. Beispiele seiner Arbeiten sind in der Galerie unten und auf seiner Website zu sehen.

 

Miguel Chevalier, geboren 1959 in Mexiko, lebt seit 1985 in Paris und ist weltweit unterwegs; spricht so gut deutsch, wie ich französisch, nämlich kaum. Zwei Besucherinnen, Ingrid Heine und Monque Junghenn, haben für mich voller Begeisterung übersetzt. Er ist einer der Pioniere der Computer-Kunst. Vor 35 Jahren wurde er von seiner Umwelt als Sonderling behandelt; heute ist er ein internationaler Star der Szene. Auf seiner Website kann man die große Fülle seiner Werke sehen, z .B. die Lichtinstallation in der Kathedrale Notre-Dame de Rodez. Das Werk im Sinclair-Haus ist vergleichsweise klein aber trotzdem imposant. Man befindet sich in einer sich ständig verändernden Pflanzenwelt, die nur als Computer-Programm mit komplexen Algorithmen existiert.

 

Joanie Lemercier,1982 in Frankreich geboren, hier mit Juliette Bibasse (Digital-Künstlerin und Leiterin seines Studios). Seine Mutter war Lehrerin und hat ihn seit seinem 5. Lebensjahr mit der EDV vertraut gemacht. Seine ersten Kontakte hatte er mit einem Commodore-Amiga.
Sein Ausstellungswerk wird in den nächsten Wochen ständig wachsen. Täglich entsteht ein vom Plotter gezeichneter Teil einer von Algorithmen »erdachten« Gebirgslandschaft.

 

Laurent Mignonneau aus Südwestfrankreich. Er und seine Frau Christa Sommerer (aus Gmunden) ergänzen sich ideal. Sie hat vor ihrer künstlerischen Laufbahn Biologie und Botanik studiert.

Sie haben eine Professur an der Universität für Kunst und Design in Linz und hatten vorher Lehraufträge an namhaften Instituten in Japan und den USA. 1992 haben sich die beiden am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt kennengelernt und leben und arbeiten nun in Linz.

Bei ihrem Kunstwerk »Interactive Plant Growing« können die Besucher durch Berühren von echten Topfpflanzen das Wachstum der virtuellen Pflanzen auf der Leinwand anregen.

 

Weltkulturen-Museum – Welten bewegend

Seit es Menschen gibt, sind sie auf Wanderschaft, aus wirtschaftlichen Gründen oder auf der Flucht, manchmal aus Interesse an anderen Ländern. Immer gibt es dabei Kontakte unterschiedlicher Kulturen, die manchmal harmonisch, häufig jedoch konfliktreich ablaufen. In der Regel ergab sich aus diesen Berührungen Neues, häufig Besseres.

In der Ausstellung »Welten bewegend – Migration macht Geschichte« werden Prozesse kulturellen Aufeinandertreffens gezeigt – weltweit – historisch bzw. aktuell.

Künstler haben gemeinsam mit den Kustoden für diese Ausstellung Exponate aus dem riesigen Schatz des Weltkulturen Museums gewählt und durch eigene Werke ergänzt. Zu sehen sind viele Erscheinungsformen kultureller Begegnungen.

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