Europa mal anders – im Museum für Kommunikation

Europa verbinden wir in der Regel mit Bürokratie, Politik, relativ offenen Grenzen, …. Der Fotograf Stefan Enders zeigt in seiner Ausstellung  Menschen in Europa »Weit weg von Brüssel« (noch bis 10.03.2019). Auf einer sieben-monatigen Reise entlang der Grenze der EU ist er 31.000 km gefahren und hat Menschen portraitiert und ihre Lebensumstände dokumentiert.  Die Menschen hat er ganz klassisch mit einer analogen Mittelformatkamera in schwarz/weiß fotografiert. Die Straßenszenen sind zwar farbig. Er hat aber nicht die »fotogenen« Motive seiner Reise aufgenommen sondern eher Alltägliches aber in spannenden Kompositionen.

Während seines Studiums der Malerei hat Stefan Enders sein Interesse an der Fotografie entdeckt. Neben freien Projekten arbeitet er u.a. für stern, Spiegel, Focus, Geo, Zeit, Merian. Derzeit lehrt er Fotografie an der Hochschule, Mainz, im Studiengang Kommunikationsdesign.

Am Dienstag, 29.01.2019, 19:00 Uhr wird er im Museum für Kommunikation über seine Reise berichten. Eintritt frei!

Sinclairhaus – erste Ausstellung: Aussicht – Einsicht. Blick durchs Fenster.

Viele Monate war das Sinclairhaus in Bad Homburg geschlossen. Am 9.12.2018 um 11:00 Uhr wird das auf aktuellen technischen Stand gebrachte Haus mit einer Vernissage wiedereröffnet.

Das Thema: »Aussicht – Einsicht. Blick durchs Fenster.«

Werke von 19 Künstlern beschäftigen sich mit diesem alltäglichen Gegenstand, der uns von der Außenwelt trennt aber auch mit ihr verbindet.
Kyra Stromberg schreibt: »Der Platz am Fenster ist ein sicherer Ort, um am schönen Draußen teilzunehmen und zugleich weltverloren zu sein.«

Wenn es mit dem 9.12. nicht klappt – die Ausstellung ist bis 3. März 2019 geöffnet.

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Frankfurter Kunstverein – Zurück zum Grundsätzlichen

Unter dem Titel »Rückbindung an Welt« hat der FKV – kuratiert von Franziska Nori, der Direktorin des Kunstvereins – drei junge Künstler eingeladen, die in ihren Werken nach »existenziellen Grundparametern suchen, die unsere Verbundenheit mit einem übergeordneten Ganzen herstellen und neue Wege der Rückbindung an Natur und Welt aufzeigen. Sie formulieren ihr Werk im Umfeld eines historischen Moments, in dem der Mensch durch digitale Mittel von den Bedingungen, die Zeit und Raum stellen, zunehmend entkoppelt wird.« (Zitat FKV)

Diese Künstler stellen erstmals in Deutschland aus und sind

– der Marokkaner Hicham Berrada, dessen Bildwelten u. a. durch Reaktionen von organischen und chemischen Materialien entstehen
– die Amerikanerin Lucy Dodd, die u. a. mit natürlichen »Farbstoffen« abstrakte bzw. erzählerische Bilder malt und
– der Amerikaner Sam Falls, der Sonne und Regen für sich arbeiten lässt.

Zu sehen sind drei beeindruckende, gänzlich unterschiedliche Bilderwelten.

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Museum Weltkulturen – älter werden international

Wir werden täglich älter – und das schon, zunächst unmerklich, bereits in jungen Jahren.

Unter dem Titel »Grey is the new Pink« beleuchtet das Museum das spannende Thema Altern aus verschiedenen Blickwinkeln und bezieht dabei internationale Kulturen ein. Zum Teil durch Exponate aus dem Bestand des Museums aber vor allem durch Fotos bzw. Bilder internationaler Künstler, Erfahrungsberichte aus aller Welt und Ergebnisse aus Arbeitsgruppen von Senioren und Schülern.

Empfehlenswert ist ein Besuch mit Führung siehe Website. Es lohnt sich, genügend Zeit einzuplanen. Die Ausstellung geht bis 1.9.2019.

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Aquarellwerkstatt im Rathaus Bad Vilbel

In der Aquarellwerkstatt haben sich künstlerische Laien zusammengefunden, die sich wöchentlich, zum Teil seit vielen Jahren, unter Anleitung des Künstlers Rahim Aziz treffen und ihre Fähigkeiten inzwischen auf ein hohes Niveau entwickelt haben. Die Gruppe wird organisiert in Kooperation des Bad Vilbeles Kunstvereins mit dem Seniorenbüro der Stadt Bad Vilbel. Die Ausstellung kann bis 23.11.2018 werktäglich zu den Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden.
Bild oben: reges Interesse bei der Ausstellungseröffnung.
Die folgenden Bilder zeigen einen kleinen zufälligen Ausschnitt des Ausstellung.

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Büdingen – Kelten / Mittelalter / 50er Jahre

50 Kilometer von Frankfurt entfernt gibt es keine neue Altstadt sondern eine erhaltene historische Bebauung voller Leben. Wer hier auf Entdeckungsreise gehen will, sollte genügend Zeit mitbringen. Für den Anfang kann ein Tag genügen – aber man wird für mehr gerne wiederkommen. Die folgenden Bilder sollen einen ersten Eindruck vermitteln. Weitere Infos gibt es unter den Links.

Startpunkt für den Spaziergang durch die Geschichte kann der Altstadtparkplatz sein (abgesehen von Tagen mit Großveranstaltungen).

Heuson-Museum (Stadtgeschichte – Heimat des Geschichtsvereins),
das 50er-Jahre-Museum, …

Der Mittelalterverein trainiert über das ganze Jahr Schwertkampf, Tanz und Bogenschießen. Gäste sind herzlich willkommen.

Auch das Büdinger Schloss kann zu bestimmten Zeiten im Rahmen von Führungen besucht werden. Der Schlosshof ist frei zugänglich.

In der Mediathek des Hessischen Rundfunks gibt es einen Film in der Reihe »Herrliches Hessen« mit schönen Impressionen.

Die Kelten und ihr Fürst werden in der Keltenwelt am Glauberg präsentiert (wenige km von Büdingen entfernt). Auch interssant: die Ronneburg und das Gut Herrenhaag 
(siehe auch Blog-Beitrag).

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Rödelheim – Liebe auf den zweiten Blick

Rödelheim erschließt sich nicht sofort. Es erfordert einen selektiven Blick, um seine Reize zu entdecken. Die folgenden Bilder zeigen einen Ausschnitt. Sicher gibt es noch mehr stille Schönheiten.

Manches ist einfach Geschichte, wie z. B. seine Bedeutung für die Musik mit den Begründern von »Rödelheim-Hartreim-Project« Moses Pelham und Thomas Hofmann, der Sängerin Sabrina Setlur (Du liebst mich nicht) und Xavier Naidoo (Nicht von dieser Welt).

Oder das Rödelheimer Schloss, das im letzten Weltkrieg zerstört wurde und im Solmspark nur noch als Modell, rekonstruierten Mauerresten und als Grundriss im Rasen erkennbar ist.

Den heute noch sichtbar stärksten Eindruck hat Georg Brentano (Bankier und Nachfahre einer italienischen Adelsfamilie) hinterlassen. Sichtbar ist dies an den Resten des Brentanoparks (ehemals 13 Hektar – heute nur noch 3 Hektar) und am wiedererstellten Petrihaus, neben dem der älteste Gingkobaum Europas steht.  In Brentanos Kreisen spielte auch Goethe eine Rolle.

Ein großer Teil des Brentanoparks wird vom Brentanobad eingenommen – das größte Bad Frankfurts. Das Heimstadion des 1. FFC (1. Frauen-Fußball-Club Frankfurt) liegt direkt daneben.

Die Gastronomie konnten wir leider nur punktuell erkunden (Wir kommen wieder!). Aber aus kompetentem Mund haben wir einige vermutlich gute Adressen für überwiegend bodenständiges und internationales Essen erhalten.

Tandoori – »Indische Feinküche«
Alexanderstr. 52 – 54

Zur Reifenburg – Kroatisch, International, Steaks
Reifenberger Str. 40

Frankfurter Äpfelwein Botschaft – Possmann
Eschborner Landstr. 154

Restaurant Nidda – indisch
Ludwig-Landmann-Str. 326

Pizzeria Rusticale
Lorscher Str. 2

Parkterrassen im Vereinsringhaus – international / griechisch
Friedel-Schomann-Weg 7

Zum Goldenen Löwen – chinesisch
Alt Rödelheim 10

Phad Thai – thailändisch
Radilostr. 34

Thai Siam Imbiss – thailändisch
Assenheimer Str. 1

Ortells dieses und Jenes – Concept Store, Geschenke & Café
Lorscher Str. 13

Graff Confiserie Konditorei
Reichsburgstr. 12 (Stammsitz)

Anfahrt:
Mit Auto bzw. S-Bahn zum Rödelheimer Bahnhof (Tiefgarage). Parken ist in der Altstadt eher Lotterie und recht zeitaufwändig.
Oder mit dem Fahrrad an der Nidda entlang.

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Massenheimer Auenkunst Version 2018/2019

Obwohl es seit 2007 die Massenheimer Auenkunst gibt, kennt so mancher dieses Kunstjuwel nicht – selbst für einige Bad Vilbeler ist es noch ein Geheim-Tipp.

Einmal jährlich kommen neue Werke hinzu, andere Werke gehen zurück zum Künstler oder zu Käufern. Dies ist jedes Mal Anlass für eine Führung unter fachkundiger Führung der Kuratorin Dr. Astrid von Luxburg. Da die meisten Künstler anwesend sind, kommt es zu spannenden Gesprächen.
Davon unabhängig finden während des Jahres weitere Führungen statt (Anfrage). Man kann natürlich die Kunstwerke in dieser schönen Umgebung auch einfach auf sich wirken lassen.

Die Auenkunst ist das herausragende Kunstprojekt des Bad Vilbeler Stadtteils. Aber es gibt noch mehr Kunst in Massenheim. In einem späteren Blogbeitrag werde ich weitere Kunstwerke vorstellen.

Die Massenheimer Au liegt direkt am Erlenbach.
Anreise ÖPNV: S6 bis Bad Vilbel oder Bad Vilbel – Süd (RMV). Weiter mit Vilbus 63 bis Feuerwehr Massenheim (Fahrplan)
Anreise mit PKW bzw. Fahrrad:
Mühlstraße oder Breitestraße (Bad Vilbel)

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Heusenstamm – auf den Spuren von Maria Theresia Gräfin von Schönborn

Heusenstamm war für mich lange Zeit ein unbeschriebenes Blatt, ein wenig attraktives Ziel. Ein Hinweisschild auf der A 3 machte mich neugierig. Bei unserer Fahrt mit dem PKW fanden wir einen Parkplatz neben dem alten Bahnhof (nun Restaurant). Von dort können die interessantesten Punkte der Stadt bequem erlaufen werden.

Schloss und Altstadt von Heusenstamm wurden wesentlich vom Adelsgeschlecht von Schönborn geprägt. Dabei spielte die Witwe von Anselm Franz von Schönborn, Maria Theresia Gräfin von Schönborn, eine herausragende Rolle.

Während unseres Aufenthalts in Heusenstamm hatten wir keine Gelegenheit, die Gastronomie zu testen. Trotzdem eine kleine Auswahl von Restaurants, die zumindest optisch einen guten Eindruck machten:

»Alter Bahnhof«
https://www.alter-bahnhof.eu
internationale Küche von hessisch über italienisch bis indisch
mit Sommerterrasse

»Schloss-Schenke« (im Schloss)
https://www.schloss-schenke-heusenstamm.de/

Ristorante – Trattoria – Vinoteca  »da Salvatore«
in der Schlossstraße
https://restaurant-dasalvatore.de
mit Sommerterrasse auf dem Kirchplatz

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20. Ritterturnier in der Burgruine Königstein

Die Ritter von Königstein im Taunus kamen am 12. und 13. Mai 2018 so richtig ins Schwitzen. Ihr Jubiläums-Turnier in der Burgruine mit Mittelaltermarkt, Gauklern und Musikern war eine gewaltige Herausforderung.

Bei sengender Hitze gingen wilde Kerle in ihren schweren Rüstungen, als Ritter verkleidete Frauen und unerschrockene Pferde aufeinander los – so richtig handgreiflich – nicht digital wie bei den vielen populären Computerspielen. Dabei waren nicht nur die regionalen Ritter mit ihrem Anhang sondern auch Gäste aus Baden Württemberg.

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