Archiv der Kategorie: 010 Kultur

Schirn | Bayrle 2020 – 2025

Die Schirn Kunsthalle in Bockenheim stellt bis 10. Mai 2026 unter dem Titel »Fröhlich Sein« Werke von Thomas Bayrle der letzten 25 Jahre aus. Der Frankfurter Künstler hat über viele Jahre an der HfG in Offenbach und der Städelschule gelehrt und war u. a. mehrfach an der Dokumenta in Kassel beteiligt. Ein Merkmal seiner Arbeiten ist, dass er Einzelteile durch serielle Wiederholung zu einer Superform zusammensetzt.
Die folgenden Bilder zeigen eine kleine Auswahl der Ausstellung. Zu sehen sind u. a. Kunstwerke, die er seiner 2022 verstorbenen Frau Helke Bayrle (Video-Künstlerin) widmet.

Dieser Link führt zum sehr intensiven  Vermittlungsprogramm.

Mit Klick auf das Vorschaubild öffnet sich ein größeres  Bild.

Städel | Beckmann Zeichnungen

Das Städel Museum Frankfurt zeigt bis 15. März 2026 Zeichnungen von Max Beckmann, viele aus dem eigenen Bestand aber auch etliche von anderen Museen und aus Privatbesitz, die sonst nicht zu sehen sind.

Beckmann ist hier bekannt für Gemälde mit Frankfurter Motiven.  Seine weniger bekannten Zeichnungen sind oft eigenständige Kunstwerke oder zeigen die Entwicklung von Gemälden. Zu sehen sind Werke aus seiner Berliner Zeit (ab 1906). Den ersten Weltkrieg erlebte er als Sanitätssoldat. Diese Erfahrungen prägten wesentlich seine Arbeiten.
1915 – 1937 arbeitete er in Frankfurt bis die Nationalsozialisten einen Aufenthalt unmöglich machten. Er emigrierte über Amsterdam und Paris in die Vereinigten Staaten. wo ihm 1947 ein Neuanfang gelang. Er starb 1950 in New York.

Weitere Informationen auf

der Städel-Website 

Wiesbadener Fototage | Zukunft? Welche Zukunft?!

Ausstellungseröffnung am 23. August um 19 Uhr in der Walkmühle –
Walkmühle 3 / Bornhofenweg 9, 65195 Wiesbaden.

Unsere Gegenwart ist geprägt von vielen Veränderungen und Herausforderungen. Wie könnte es weitergehen? Diese Unsicherheiten haben Künstler und Künstlerinnen aus 25 Ländern mit ihren Fotoarbeiten reflektiert. Aus einer großen Bewerbergruppe wurden 38 Werkgruppen ausgewählt. Sie sind bis 7. September an sieben Ausstellungsorten zu sehen. 

Die Wiesbadener Fototage zählen seit Jahren zu den bedeutendsten Festivals internationaler Fotokunst. Auf der Website der Fototage werden alle Orte, Werke und das Begleitprogramm vorgestellt. Neu in diesem Jahr: Die Künstlerinnen und Künstler präsentieren sich mit ihren Gedanken auf wiesbadener-fototage-digital.de.
Die Infos dieser Websites sind ideal für die Vorbereitung der Ausstellungstour.

 

FFF | Japanische Fotografinnen on tour

Japanische Fotografinnen standen bis vor kurzem im Schatten ihrer männlichen Kollegen und arbeiteten weitgehend im Verborgenen. Dadurch konnten sie – unabhängig von gängigen Regeln – außergewöhnliche, experimentelle Werke aus weiblicher Sicht schaffen, z. B. Familie, Rolle der Frau, gesellschaftliche Phänomene.

Das Fotografie Forum Frankfurt zeigt bis 7.9.2025 die u. a. von Takeuchi Mariko kuratierte Ausstellung I’m So Happy You Are Here mit Werken japanischer Fotografinnen von 1950 bis  heute. Diese Sammlung wird weltweit gezeigt – in Deutschland exklusiv im FFF.

Empfehlenswert: Führung durch die Ausstellung (siehe Website)

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Ffm-Kunstverein | Junge Kunst aus Rhein-Main

Alle zwei Jahre sucht der Frankfurter Kunstverein junge talentierte Künstlerinnen und Künstler aus dem Rhein-Main-Gebiet für die Ausstellung »And This is Us« aus. in diesem Jahr sind es 12 aus 110 Vorschlägen von der Hochschule für Gestaltung (Offenbach), der Städel-Schule (Frankfurt) und der Kunsthochschule (Mainz), die die Chance bekamen, nach ihrem Studium in einer institutionellen Umgebung ihre Kunst zu zeigen. Es gab keine Vorgaben. Sie haben Themen, die sie besonders bewegen, mit kuratorischer Begleitung von Franziska Nori und ihrem Team für dieses Haus in den letzten Monaten erarbeitet. Die Ergebnisse sind überraschend vielfältig und einen Besuch wert.

Die Ausstellung ist bis 15.8. zu sehen. Es empfiehlt sich die Teilnahme an einer Führung (siehe Website)

Städel | Annegret Soltau | Unzensiert

Das Städel zeigt in der Ausstellung »Unzensiert« Werke von Annegret Soltau. Diese umfasst Arbeiten von 1972 bis heute und somit ist das Städel das erste Museum, das bisher nicht Gezeigtes in einer Gesamtschau präsentiert.

Soltau begann ihr künstlerisches Leben zunächst mit Bleistiftzeichnungen von Körpern und Gesichtern, die sie bald mit Linien überlagerte. Sie fotografierte häufig ihren eigenen Körper und ihr Gesicht als Grundlage für die weitere Gestaltung: Zerrissene Teile fügt sie nähend zusammen und erreicht damit befremdliche, provozierende Bilder. Mit ihrer Kunst verarbeitet sie Ereignisse aus ihrem Leben und ihrer Rolle als Frau. Ihre Erfahrungen mit Sexualität und Schwangerschaft spielen eine wichtige Rolle.

Deutsche Institute haben zahlreiche Werke abgelehnt. Diese Sicht wurde von vielen großen internationalen Häusern nicht geteilt. So wurden Werke von ihr u. a. vom Centre Pompidou (Paris), Int. Center of Photography (New York), National Gallery of Art (Washington), Museum of Modern Art (New York), Instituto Paz Collection (Brasilien) gesammelt.

Die Ausstellung ist bis 17. August 2025 zu sehen. Weitere Infos auf der Städel-Website unter diesem Link.

 

Ffm Gallustheater | Delattre Dance Company

Das Gallustheater – ohne eigenes Ensemble – ist offen für alle freien Produktionen aus Frankfurt/Rhein-Main und bereichernde nationale und internationale Gastspiele. Für das Theater interessant sind Beiträge fremder Kulturen, die den Blick auf die Welt erweitern (vgl.: Website).
Wir konnten die Delattre Dance Company genießen. Ihr internationales Ensemble besteht aus  Tänzerinnen und Tänzern, die sowohl als Solisten als auch in der Gruppe spannende, furiose und besinnliche Geschichten erzählen. Es gelingt ihnen, Emotionen und komplexe Inhalte mit Bewegungen ihres Körpers ausdrucksstark zu vermitteln. Ihr Können zeigen sie weltweit, aber auch an ihrem Stammsitz in Mainz. Unter diesem Link ist ihr vielfältiges Programm zu sehen.

Gallus-Theater | Coppélia – akrobatischer Tanz

Tänzer und eine Tänzerin der Turiner Companie blucinQue erzählen die Geschichte der »lebendigen« Puppe Coppélia mit ihren Verwicklungen in Liebe und Eifersucht in einer atemberaubenden Schau mit Leidenschaft und hohem akrobatischen Können.

Diese Gruppe wird von der künstlerischen Leiterin Caterina Mochi Sismondi betreut und ist im Theater Café Müller in Turin beheimatet.

Dieses Stück ist ein gutes Beispiel für das außergewöhnliche internationale Programm des familiären Gallustheaters, in dem man vom Chef persönlich begrüßt wird.

RAY-Triennale | Junge Künstler der Masterclass

Innerhalb der RAY-Triennale Masterclass haben zwölf begabte junge Künstlerinnen und Künstler die Gelegenheit, ihre Werke auszustellen. Die Masterclass ist ein kleiner Teil von RAY, die sich bis September über viele Museen in Frankfurt bzw. im Rhein-Main-Gebiet erstreckt.

Der Fotograf Anton Kusters ist Leiter der Masterclass,  gibt Tipps zur Entwicklung ihrer Kunst und untersützt beim Weg von der akademischen Ausbildung in die Öffentlichkeit. Im Museum für angewandte Kunst können sie ihre Gedanken in einem professionellen Rahmen  präsentieren.

Sie sind Absolventen der Hochschule für Gestaltung Offenbach | Hochschule für Bildende Künste  – Städelschule Frankfurt |Hochschule Darmstadt | Kunsthochschule Mainz.
Ihre internationale Herkunft und ihre sehr unterschiedlichen Erfahrungen führen zu spannenden Werken.

So verarbeitet Maya Nikté Argueta ihre Emotionen nach dem Suizid ihres Vaters literarisch, filmisch und fotografisch in »die ander seite des meeres«.
Mika Frommherz zeigt mit »schon lange fern«, wie Menschen in der Zukunft  die Herausforderungen künftiger Umweltprobleme meistern könnten.
Nazanin Hafez thematisiert mit »Zuschauer« die öffentlichen Hinrichtungen im Iran.
Die Waldbesetzung des Fechenheimer Wäldchens wird von Dennis Haustein beobachtet (»FECHER«).
Blaykyi Kenyah hat seine Eindrücke während einer Taunus-Wanderung künstlerisch verarbeitet: Die Suche des richtigen Wegs und das Blattwerk (hier blau) wird in einem Gitternetz gezeigt.
Mit den Fotografien zu »Mein Gott – wie schön du gestern am Telefon warst« zeigt Stella Musshafen diskrete Orte, an denen sich lesbische bzw. queere Frauen frei fühlen können.
Mit ihrem »miniature photobook archive« will Marie Schwarze ihre zahlreichen Fotografien der Öffentlichkeit zeigen. Sie liegen unsichtbar auf ihrer Festplatte und sollten sichtbar gemacht werden.
Madlen Strebel hat Freunde (Generation X/Y) mit ihren wichtigsten Gegenständen fotografiert, um somit Persönliches zu offenbaren (well-ness)

Fotos und weitere Werke gibt es in der Galerie:

Renoir | Impressionismus + Rokoko

Pierre-Auguste Renoir (*1841 +1919) war einer der bedeutendsten Impressionisten. Bei vielen seiner Werke sind Anleihen bei Malern des Rokoko erkennbar. Er hat Motive aufgenommen und mit den Stilmitteln und Maltechniken des Impressionismus neu realisiert. Stark beeinflusst wurde er von den vielen »Zeitenwenden« im Laufe seines Lebens. Das Städel-Museum zeigt bis 19. Juni 2022 Schlüsselwerke seines Schaffens, ergänzt durch Werke des 18. Jahrhunderts und vergleichend Bilder seiner Zeitgenossen. Obwohl das Städel selbst etliche Renoir-Werke besitzt, sind in der einmaligen Ausstellung auch viele Exponate internationaler Leihgeber zu sehen.