Das Ilbenstädter Dekameron

Eine der verborgenen Schönheiten in der Wetterau ist Ilbenstadt – vor allem bekannt für sein ehemaliges Prämonstratenser-Kloster mit Basilika (Gründung 1122). Es gab auch ein Nonnenkloster, von dem noch einige Wirtschaftgebäude erhalten sind, die heute einem landwirtschaftlichen Betrieb dienen.

Um das Leben der beiden Klöster rankten sich viele Gerüchte, die (vielleicht?) in einem Dokument aus dem 16. Jh. überliefert wurden. In einer aktualisierten Fassung wurden sie von Mitgliedern der Nabu-Gruppe Wetterau leidenschaftliche vorgetragen. Wenn Mönche und Nonnen in Sichtweite voneinander leben, kann dies schon zu heftigen Verwicklungen führen. Organisiert und getragen wurde die Veranstaltung von Frank Uwe Pfuhl (1. Vors. des Vereins) mit mehreren Hand voll engagierter Mitglieder. Für die Zwischenmusik sorgte Olaf Thurau auf der Gitarre. Der alte Raum mit Natursteinmauerwerk bildete die passende Kulisse. Und das Schönste: es gibt eine Fortsetzung. Am 6. Oktober werden weitere Novellen vorgestellt. Der Vorverkauf läuft bereits (7,50 €). Wer kommen will sollte sich schon jetzt um Karten bemühen (06034 6119). Der Erlös wird vollständig für die Arbeit der Nabu-Gruppe verwendet: u.a. Info-Bus zur Biber-Ansiedlung – denn erste Biber-Familien gibt es bereits an der renaturierten Nidda.

Doppelklick auf Vorschaubild = großes Bild / Klick auf großes Bild = nächstes Bild

Radierungen – Ausstellung auch zum Mitmachen!

Die Druckwerkstatt des Kunstvereins Bad Vilbel zeigt aktuell Grafiken der Hobby-KünstlerInnen in der Galerie Alte Mühle, Bad Vilbel. Es werden Arbeiten in verschiedenen Techniken und der Herstellungsprozess gezeigt. Während der Ausstellung sind KünstlerInnen anwesend, die Interessierten zeigen, wie man auch als Anfänger Ansehnliches schaffen kann.

Die Ausstellung ist vom 24.2. – 11.3.2012 zu sehen – Öffnungszeiten: Sa/So/Mi
16.00 – 19.00 Uhr und nach Vereinbarung. Finissage am Sonntag, 11. März 2012 um 17.00 Uhr mit literarischen Skizzen zum Thema von Achim July – Musik: Gisela Stein, Chanson und Gitarre.

Doppelklick auf Vorschaubild = großes Bild / Klick auf großes Bild = nächstes Bild

verborgene Schätze in Frankfurt – Depot Museum Weltkulturen

Das Museum der Weltkulturen verfügt aktuell über drei Villen am Museumsufer und kann dort nur einen Bruchteil der vorhandenen etwa 67.000 Exponate ausstellen. Vor allem Großobjekte haben keine Chance, dort gezeigt zu werden. Ob der prämierte Siegerentwurf eines unterirdischen Neubaus hinter den Villen eine Realisierungschance bekommt, steht wieder einmal in den Sternen. Es drohen Wutbürger und Geldnot der Stadt.

Für wenige Neugierige, die auf den Neubau nicht warten wollen, gibt es eine Möglichkeit: im Außenlager des Museums an der Borsigallee werden regelmäßig Führungen für kleine Gruppen angeboten. An einer haben wir teilgenommen und erhielten wunderbare Einblicke in inzwischen vergangene Kulturen Südostasiens, vermittelt von der Kustorin der Abteilung, Vanessa von Gliszczynski. Die Bilderläuterungen sind überwiegend von ihr.

Doppelklick auf Vorschaubild = großes Bild. Klick auf großes Bild = nächstes Bild

 

Druckertankstelle – aber nicht nur

Natürlich kann man hier auch Druckerpatronen nachfüllen lassen. Aber das ist nur ein Teil des Geschäftsmodells von Roswitha Seifert. Ihr liegen besonders die Wünsche und Nöte Ihrer Kunden am Herzen. So besorgt sie möglichst kostengünstig Computer-Komponenten, hilft mit praktischen Tipps bei EDV-Problemen und arbeitet defekte Maschinen-Akkus auf.

Viele Besucher ihres Ladens bedauern, dass der bisherige Blumenladen nicht mehr existiert. So hat sie kurz entschlossen Pflanzen aus eigener Zucht ins Sortiment aufgenommen – ein Highlight ihre Wüstenrosen.

Demnächst will sie ihr Angebot erweitern. Sie stellt fest, dass zunehmend Späteinsteiger Schwierigkeiten im ungewohnten Umgang mit PC bzw. Internet/E-Mail haben. Viele wissen sich auch bei kleineren Hemmnissen nicht zu helfen und haben Scheu vor allwissenden Fachleuten und deren Fachchinesisch. Sie richtet in ihrem Laden einen PC-Arbeitsplatz ein, an dem sie ihren Kunden den Weg durch den EDV-Dschungel praktisch zeigen kann. Schließlich hat sie viele Jahre Erfahrungen in der Branche sammeln können. Mit ihrem Einfülungsvermögen schafft sie es, Angst vor der Technik abzubauen (natürlich für eine angemessene Gebühr).

Spannend ihr Lebenslauf: Sie ist gelernte Steuerfachangestellte, später Alleinbuchhalterin in verschiedenen Firmen, Inhaberin eines von ihrer Oma gegründeten Kiosks im Frankfurter Westend, Partnerin eines Handels mit ökologischen Baustoffen, Niederlassungsleiterin einer kanadischen Firma für EDV-Komponenten, Mitarbeiterin eines EDV-Systemhauses und nun Inhaberin der Druckertankstelle.

Doppelklick auf Vorschaubild = große Ansicht / Klick auf Bild = nächstes Bild

Märchenhütte in Frankfurt

Wenn am 1.12. der Frankfurter Weihnachtsmarkt eröffnet, werden wieder Märchen für Kinder und abends für Erwachsene gespielt – in der Märchenhütte der Berliner Theatergruppe »Hexenkessel und Strand«. In diesen Tagen entsteht die Hütte am Römberberg, zwischen archäologischem Garten und Baugrube der Tiefgarage (vorher technisches Rathaus). Gespielt wird jeden Tag bis zum 23.12.

Kunst im öffentlichen Raum – Bad Vilbel

Vielen Vilbelern sind sicher die schön gestalteten Trafohäuschen der Stadtwerke aufgefallen (am Südbahnhof, beim Ritterweiher – und weniger bekannt am Lohgerberbrunnen). Aber wer sind die Macher? An den letzten Wochenenden präsentierten sie einige ihrer Projekte in der Galerie Alte Mühle in Bad Vilbel: Ingrid Stohkark und Nicole Sofie Wächtler. Beide haben sich 2009 getroffen, um zum Tag des Friedhofs zwei Särge zu gestalten. 2010 vepflanzten sie ein Weizenfeld in den Kurpark. Für 2012 planen sie, die Frankfurter Börse künstlerisch aufzuwerten. (mit Doppelklick Bild vergrößern – danach mit Klick auf Bild = nächstes Bild)

Massenheim Dorfplatzfest

Beinahe ein Garant für schönes Wetter – diesmal sollte lt. Wetterbericht das Fest vollkommen im Wasser versinken. Glücklicherweise irrte Offenbach bis 16:oo Uhr und das umfangreiche, grandiose Programm nahm seinen Lauf (was danach kam, kann nur vermutet werden – denn ich bin vor den Wassermassen geflüchtet ;-(

Leider kann ich nur Teile des Programms zeigen: Bäppler-Wolfs Nachwuchs-Gilde, den Auftritt unseres OB mit der Quellenkönigin und die Leidenschaft »Argentinischen Tangos«.

Oase – mittendrin – Bockenheimer Anlage

Mitten im Trubel zwischen Eschenheimer Tor/Bockenheimer Anlage/Hochstraße liegt eine Oase für Ruhe und Entspannung – die Bockenheimer Anlage. Mächtige Bäume spenden Schatten und schirmen vor dem Lärm der umliegenden Straßen ab. In der Anlage liegt ein Juwel mit vielen Facetten: das Nebbiensche Gartenhaus (1810). Dahinter verbirgt sich der Frankfurter Künstlerclub der dort regelmäßig Werke Frankfurter Künstler zeigt. Das dichte Programm wird auf der Website angekündigt.

Und gleich daneben die Terrasse des Hilton – immer gut für  Kaffee und Kuchen und abends für ein Sunset-Bier oder einen leckeren Cocktail.

Oppenheim – gut essen und trinken

… aber auch Geschichte, Stadt unter der Stadt, Stadtbild, Gastronomie, …

Herausragend natürlich die »Stadt unter der Stadt«, die Katharinenkirche und die Ruine Landskron.

Wir haben zwei Restaurants in der Region getestet: Völker – Restaurant in Oppenheim – und Jordan’s in Köngernheim. In beiden Lokalen stimmen Angebot/Preis/Service.

Völker: während Ute Völker in der Küche für kulinarische Überraschungen sorgt, kümmert sich Josef Völker um die Gäste in den gemütlichen, stilvoll gestalteten Gasträumen. Beide entwickeln Ideen, bei denen sie die vielfältigen Möglichkeiten des Hauses kreativ nutzen: Führungen und »Dinner for one« in den mittelalterlichen Kellergewölben, Schmausen im Sommergarten.

Jordan’s: einige Kilometer außerhalb Oppenheims liegt die ehemalige Mühle (eine Herausforderung für jedes Navi!). Man sieht sie – jedoch hat man Schwierigkeiten, legal dort hinzukommen. Aber am Ziel findet man nur noch Gaumenfreuden in liebevoll gestalteten rustikalen Räumen. Gute Qualität zu fairen Preisen. Für mich bemerkenswert ist die Führungskultur. Die Mitarbeiter werden als Mitunternehmer gesehen und auch so behandelt. Das Ergebnis: alle wollen, dass sich die Gäste wohl fühlen.