Theater altes Hallenbad Friedberg – Ein Schatz wird erweckt

In Friedberg (wenige Kilometer nördlich von Frankfurt) warten viele spannende Orte auf
Entdeckung (eine der größten Burganlagen Deutschlands, größtes erhaltenes jüdisches Bad  Europas von 1260, Stadtkirche von 1380, …).
In der Haagstraße 29 – in der Nähe des Wetterauer Museums, der Marienkirche, dem roten Turm – führte das alte Jugendstilbad ein Dämmerdasein. 1909 eröffnet, wurde es seit 1980 nicht mehr genutzt. Glücklicherweise kam es 1985 unter Denkmalschutz. Erst 2007 haben einige engagierte Friedberger Bürger die »Gesellschaft der Freunde „Theater altes Hallenbad“ Friedberg/Wetterau« gegründet und treiben seitdem die Sanierung und Umwandlung des Bades zu einem Kulturzentrum voran. Die Kosten werden auf ca. 5 Mio € geschätzt. Davon konnten bereits zwei Millionen € beschafft werden. Vor allem Friedberger Bürger haben großzügig gespendet.

Inzwischen gibt es ein umfangreiches Kulturangebot unter Kultur-Taucher.

Bei unserem Besuch am 11.5.2017 zeigte die Wirtschaftsförderung Wetterau unter dem Motto »Vitale Innenstädte« Lösungen, um den städtischen Einzelhandel für das Internet fit zu machen. Die Präsentationen können runtergeladen werden unter diesem Link

digitales Stadtmarketing
fabrik19
(Markwart Pralle) 
Warten bis Internet vorbeigeht oder aktiv nutzen?
Erfolgreich wachsen durch Multichannel-Marketing
Praxisbeispiel von hessnatur (Sven Bergmann)
Kundenbindung durch Local-E-Commerce – Lieferservice Praxisbeispiel
Kiezkaufhaus Wiesbaden (Nanna Beyer)
Weitere Informationen bei den Bildern am Ende der Galerie

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Burgschwalbach – Katzenelnbogen – Bad Schwalbach

An diesem Sonntag wollten wir Idstein besuchen. Wegen Überfüllung (Hexenmarkt) haben wir unseren – nicht vorhandenen – Plan spontan geändert und nach einem Blick auf die analoge Landkarte entschieden, weiter westlich zu reisen. Nun ging es erstmal nach Burgschwalbach, einem kleinen Flecken mit der dominierenden Burg Schwalbach, danach weiter nach Katzenelnbogen und zum Abschluss kurz nach Bad Schwalbach.

Links:
Commödchen
Das Glaswerk
und natürlich Wikipedia

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Goethe | Frankfurt | Geld – Bundesbank Taunusanlage

Ein Besuch des Main-Tower ist Pflicht, wenn man Besuchern Frankfurt zeigen will. Dabei fällt ein Gebäude mit spannender Dachlandschaft auf (siehe Bild oben), ohne zu verraten, was sich dort verbirgt. Nun hatten wir Gelegenheit, das Geheimnis zu lüften; in dieser Lage eigentlich normal: es geht um Geld. Die Hauptverwaltung Hessen der Bundesbank (früher Landeszentralbank) hat dort ihren Sitz. Der postmoderne Neubau wurde 1988 bezogen und beherbergt neben den Arbeitsplätzen der Mitarbeiter spannende Kunst – unter den Leitgedanken Goethe, Frankfurt, Geld. Viele Objekte sind für normale Besucher nicht erreichbar und nur im Rahmen einer Führung zu sehen.

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Perlenflaschen-Kunst – Bad Vilbel

In Berlin gibt es überall in der Stadt Bären – aufrecht oder auf dem Kopf stehend und unterschiedlich bemalt. In Hannover zieren Nanas der Künstlerin Niki de Saint Phalle Straßen und Plätze. Hamburg hat Hans Hummel, Baunatal Minikäfer, Düsseldorf die Radschläger und Ravensburg Spielkegel. Nun zeigt auch Bad Vilbel eines seiner Wahrzeichen – künstlerisch gestaltet in der Öffentlichkeit.

Die Perlenflasche wurde 1970 als Normflasche von vielen Mineralwasseranbietern Deutschlands eingeführt und sie wird bis heute verwendet.

Günter Hinkel, Senior-Chef von Hassia, hatte die Idee und machte als Sponsor ca. 50.000 € locker. 2016 startete die Aktion mit vielen Bad Vilbeler Künstlern des Kunstvereins, Kunstklassen des Georg-Büchner-Gymnasiums und der Europäischen Schule RheinMain, Kindern der Jugendfeuerwehr und Unterstützung vom Stadtmarketing Bad Vilbel unter Leitung von Kurt Liebermeister – neben der Graffiti-Kunst ein weiterer Kunst-Baustein im öffentlichen Raum.

Wer sich bei dieser sympathischen Marketingaktion beteiligen will, kann eine unbemalte Flasche (2,25 m)  für 1.000 € erwerben.

Bei einigen Flaschen konnte ich die Künstler ermitteln. Fehlende oder falsche Namen ergänze bzw. korrigiere ich gerne. Bitte Informationen an info@kpknorr.de.

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Ideen sprießen – Tannenmühle Köppern (Friedrichsdorf)

Bei der Fahrt von Köppern nach Frankfurt ist die eindrucksvolle Skyline von Frankfurt sehr gut zu sehen. Heute ist es mir gelungen, einen passenden Standort für Aufnahmen zu finden – und quasi als »Beifang« habe ich die Tannenmühle entdeckt – ein spannender Ort. Mein erster Eindruck: ziemliches Durcheinander. Sind hier Künstler oder Handwerker aktiv? Der Eigentümer Christoph Jobst ist aktuell dabei, die Häusergruppe zu entrümpeln, zu sanieren und für spannende Nutzungen herzurichten. So soll noch in diesem Jahr eine Art Straußwirtschaft entstehen. Vielleicht kann ein Teil des Geländes als »Abenteuermühle in der Au« für Kinder hergerichtet werden. In der Vergangenheit gab es regelmäßige Musikfestivals. Diese Tradition könnte ab 2018 wiederbelebt werden. Ich bin gespannt und werde über die weiteren Fortschritte berichten.

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Frankfurts Dorf – Nieder-Erlenbach

Frankfurt ist nicht nur Hochhaus. Viele Stadtteile waren ehemals selbständige Dörfer. In Nieder-Erlenbach ist das historische Ortsbild noch besonders gut erkennbar, obwohl sich nur noch ein landwirtschaftlicher Betrieb im Ortskern befindet (Hofmarkt Kötter). Die alten Hofreiten sind noch gut erhalten und inzwischen zu Wohnhäusern umgebaut. Besdonders herausragend sind zwei Schlösser und die evangelische Kirche.

Im Laufe des Jahres wird natürlich auch gefeiert: u. a. das Höfefest und Jazz in der Obermühle (Termine für 2017 sind noch nicht bekannt). Die Gastronomie kann sich auch sehen lassen: Grillmeyers Äbbelwoi-Stübche, Alte Scheune, Zur Erholung und Obsthof am Steinberg.

Der Geschichtsverein Nieder-Erlenbach ist eine gute Quelle für weitere Informationen. Weil seine Website noch nicht fertig ist, ist die beste Kontaktmöglichkeit über Karl Mehl, den 1. Vorsitzenden (0171 55 47 280).

Geheimnisvoller Apfelhain – Fackelwanderung Obsthof am Steinberg

In Nieder-Erlenbach, dem nördlichsten und jüngsten Stadtteil Frankfurts, betreibt Andreas Schneider eine außergewöhnliche Apfelwein-Kelterei, einen Hofladen (mit 237 Obstsorten) und eine Schoppenwirtschaft. Viele der angebotenen Äpfel und Apfelweine wachsen unter den wachsamen Augen des Chefs – besonders die seltenen Sorten. Neben dem Hausschoppen gibt es hier auch sortenreine Weine. Er ist nicht nur leidenschaftlicher Apfelwein»gestalter« sondern auch phantasievoller Wirt mit einem vielfältigen Programm; u. a. Apfelblütenfest mit Musik, Raritätenverkostung, Apfel-Raclet und Fackelwanderung (in diesem Winter noch am 25.2. und 11.3.2017).
Hier Impressionen einer Fackelwanderung.

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Graffities – Kunst oder Schmiererei?

Viele Menschen empfinden Graffities als Ärgernis und Sachbeschädigung. Tatsächlich gibt es jede Menge – in der Regel illegale – Schmierereien. In dieser Szene bewegen sich allerdings auch viele Künstler, die Streetart auf hohem künstlerischem Niveau betreiben. Oft gewinnen unwirtliche Plätze dadurch und wirken reizvoller. Eintöniger Beton wird farbig.

Wenn man mit offenen Augen durch unsere Städte geht, kann man zwischen unsäglichen Machwerken echte Highlights entdecken – auch von Künstlern, die internationalen Ruf genießen (Beispiele unter dosenkunst.de, streetart-bad-vilbel.de).

Das Künstlerkollektiv silent picture commando mit dem Koordinator René Giese bietet seit fünf Jahren Streetart-Künstlern eine Plattform, ihre Werke der Öffentlichkeit zu zeigen und wohnzimmertaugliche Stücke zu verkaufen. Am 17./18.12.2016 stieg wieder eine »Party« im Studio 294 (in den Räumen der ehemaligen Druckfarbenfabrik Milchsack gegenüber Sommerhoff-Park) mit vielen Bildern, Künstlern, interessierten Gästen, Musik, leckeren Speisen und Getränken. Es war eine tolle Atmosphäre mit vielen angenehmen Gesprächen.

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Alles so schön bunt – Ausstellung Kunstverein Bad Vilbel

Bunt ist meine Lieblingsfarbe (Walter Gropius). Einfach bunt – so sollten die Werke für die Ausstellung des Kunstvereins in der »Galerie Alte Mühle« nicht werden. Jeder Künstler hatte die Vorgabe, eine Farbe seiner Wahl zu variieren und dabei ihren emotionalen Gehalt herauszuarbeiten. Bunt wurde die Ausstellung durch die Farbwahl der teilnehmenden Künstler – alles Mitglieder des nun seit 20 Jahren bestehenden Vereins.

Die folgenden Bilder zeigen eine kleine subjektive Auswahl.

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»Ungeheuer von Loch Ness« – in Frankfurt

Viele kommen zum Opernplatz und genießen den wunderbaren Blick auf die »Alte Oper« mit dem Lucae-Brunnen und sind damit rundum zufrieden. Es lohnt sich jedoch, an der linken Seite des Gebäudes vorbeizugehen. Vor uns tut sich die Häuserschlucht der »Welle« auf, die seit 2003 mit ihrer markanten Front um Sympathie wirbt. Da der Besucheransturm zunächst eher zurückhaltend war, hat der Eigentümer noch einmal ordentlich Geld in die Hand genommen und das bekannte Architekturbüro schneider + schumacher beauftragt, den Platz attraktiver zu gestalten, zum Aufenthalt einzuladen und bleibende Eindrücke zu schaffen. Von schneider + schumacher stammt u. a. auch die Bebauung des Westhafens.

Seit 2015 windet sich überdimensionale Kunst (laut s+s »Pragmatische Poesie«) aus Aluminium zwischen den beiden Häuserreihen. Sie tragen Namen wie diving arch (7 m), glorious arch (18 m), joyful wave (7 m), flowing wave und chill-out-wave. Also für jeden etwas. Mit etwas Phantasie drängt sich das Bild des Ungeheuers von Loch Ness auf.

Aus 358 Platten (6 x 1,5 m x 15 mm) mit einem Gesamtgewicht von 100 Tonnen wurden die Pläne in der Werkstatt der Arnold AG (Friedrichsdorf) umgesetzt. Dieses Unternehmen arbeitet auch für den weltbekannten Künstler Jeff Koons. 49 PJ Escobio The Loft IMG_6759_cr_300Entstanden ist tatsächlich etwas Einmaliges, Dramatisches. Zwischen dem Guss-Asphalt, der fließendes Wasser darstellen soll, laden Grünflächen mit Adirondack Chairs zum Entspannen ein.

Gastronomie gibt es natürlich auch. So kann man bei dean & david u. a. Salate, Currys, Sandwiches, frische Säfte bekommen, espressamente illy lädt ein zu italienischem Kaffee und Kuchen, Eat & Read (Kiosk, Wasserhäuschen, Convenience-Shop?) bietet Zeitungen, Magazine, Snacks und Drinks, Chillers ist bekannt für seine schmackhaften Burger und Chickenwings. Im nächsten Jahr werden weitere Lokale dazukommen. Ein Besuch lohnt sich schon jetzt – auch wenn die Außengastronomie in den kommenden Wochen eher selten genutzt werden kann.

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