Archiv der Kategorie: 61194 Niddatal

Assenheim

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Das Ilbenstädter Dekameron

Eine der verborgenen Schönheiten in der Wetterau ist Ilbenstadt – vor allem bekannt für sein ehemaliges Prämonstratenser-Kloster mit Basilika (Gründung 1122). Es gab auch ein Nonnenkloster, von dem noch einige Wirtschaftgebäude erhalten sind, die heute einem landwirtschaftlichen Betrieb dienen.

Um das Leben der beiden Klöster rankten sich viele Gerüchte, die (vielleicht?) in einem Dokument aus dem 16. Jh. überliefert wurden. In einer aktualisierten Fassung wurden sie von Mitgliedern der Nabu-Gruppe Wetterau leidenschaftliche vorgetragen. Wenn Mönche und Nonnen in Sichtweite voneinander leben, kann dies schon zu heftigen Verwicklungen führen. Organisiert und getragen wurde die Veranstaltung von Frank Uwe Pfuhl (1. Vors. des Vereins) mit mehreren Hand voll engagierter Mitglieder. Für die Zwischenmusik sorgte Olaf Thurau auf der Gitarre. Der alte Raum mit Natursteinmauerwerk bildete die passende Kulisse. Und das Schönste: es gibt eine Fortsetzung. Am 6. Oktober werden weitere Novellen vorgestellt. Der Vorverkauf läuft bereits (7,50 €). Wer kommen will sollte sich schon jetzt um Karten bemühen (06034 6119). Der Erlös wird vollständig für die Arbeit der Nabu-Gruppe verwendet: u.a. Info-Bus zur Biber-Ansiedlung – denn erste Biber-Familien gibt es bereits an der renaturierten Nidda.

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Wickstadt – Überraschung in der Wetterau

Am Samstag wollten wir zu Tante Irmgard nach Dauernheim. Da wir Zeit hatten, haben wir uns vom Navi über »kurze Route« führen lassen: Wetterau fern der A45 auf schmalen Straßen. Plötzlich sehen wir vor uns in einer Talkuhle eine ländlich wirkende Häusergruppe mit vielleicht 10 Gebäuden. Das soll eine Stadt sein? Tatsächlich heißt sie nur so – hatte aber in der Vergangenheit nie die Chance dazu.

Bis zu Beginn des 19. Jh. gehörte sie zum Kloster Arnsburg. Am Wappen über dem Eingang des Gutshofs kann man es noch heute erkennen. Der aktuelle Eigentümer Graf  zu Solms hat die landwirtschaftlichen Teile des Anwesens verpachtet (?). Die übrigen Räume sind als Wohnraum oder an Freiberufler vermietet. U.a. befindet sich eine Gestalttherapeuting (was ist das?), Künstler und ein Schreinereibetrieb für Vollholzmöbel auf dem Gelände.

Der Gutshof mit den übrigen Gebäuden ist eine Oase der Ruhe. Man hat den Eindruck in der Vergangenheit gelandet zu sein. Nur die vielen Autos vor den historischen Gebäuden stören. Durch Schilder mit klarer Ansage (Betreten … strengstens verboten) versucht man sich wohl vom Rest der Welt abzuschirmen. Von hier kann man Wanderungen durch die Wetterau starten.