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Hock wird Hock’s-Restaurant Rendel (Karben)

In Rendel, einem Karbener Ortsteil (wenige Kilometer nördlich von Frankfurt) ist aus dem 100-jährigen Hock Hock’s geworden. 2013 haben Nadine Grammel und Uwe Ortgies das Lokal übernommen. Sie führen es weiter mit regionaler Küche – aber mit Pfiff.  Hessische Gerichte werden kreativ behutsam modernisiert: z. B. Presskopfcarpaccio mit Apfel-Zwiebel-Vinaigrette und Salatsträußchen für 6,70 € oder Lauwarmer Handkäse mit Cointreau abgelöscht, Birnenspalten und Pinienkernen für 6,90 €. Die Augen essen mit. Deshalb werden die Speisen liebevoll verziert – in der Hutmode würde man sagen mit einem Faszinator.

Speisen aus anderen Ländern bekommen auch eine Chance, z. B. aus Österreich (Wiener Backhendel ausgelöst und vom Margarethenhof, mit Pommes Frites dazu ein grüner Salat und hausgemachte Zitronen-Limetten-Mayonnaise 13,50 € ).

Raumgestaltung, Qualität des Essens und das Preisniveau sprechen bereits für einen Besuch. Getoppt wird dies durch einen außergewöhnlichen, leidenschaftlichen Service. Nicht nur die beiden Chefs sondern das gesamte Team gehen mit Freude auf ihre Gäste ein und versuchen, deren Wünsche zu erfüllen. Wir fühlen uns dort wie bei Freunden.

Hock’s haben wir bei einer Geburtstagsfeier kennen gelernt. Sie haben gezeigt, dass sie auch größere Veranstaltungen beherrschen.

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Sweet Prickles im Kuhtelier

Man muss sie erlebt haben – fünf Frauen, die sich aus purer Leidenschaft am Gesang neben ihrem Engagement beim Gospel-Chor Voices Unlimited in Neu-Anspach als
A Cappella Gruppe formiert haben.
Sie singen nicht nur – sie präsentieren sich voller Phantasie und Charme – wobei man nicht immer erkennen kann, was Panne und was Absicht ist. Egal – es wirkt immer überzeugend komisch. Die fünf haben nicht eine Chefin, sondern wie sie meinen fünf – mit allen Konsequenzen.

Eine besondere Anerkennung gebührt Peter Mayer, der sie in sein Kuhtelier in Karben einlud und damit eine Alternative zum EM-Trubel schuf.

Bettina Imhof singt nicht nur, sondern malt seit Jahren in Acryl. Am 23. und 24.6.12 zeigt sie Anfängern und Fortgeschrittenen Tipps ihrer Kunst.

Und für den Kalender: vom 17. bis 19. August 2012 finden die 1. Karbener Kunsttage statt.
Für 2,- € geht es per Shuttle-Bus zu den Ateliers Karbener Künstler.

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sehen, hören, schmecken – im Johanniter Stift Karben

Jeder kennt das Lied »Am Brunnen vor dem Tore«, aber wer weiß schon, dass es zum Liederzyklus »Winterreise« von Wilhelm Müller gehört – vertont und bearbeitet von Franz Schubert? Der Rendeler Literat Dr. Joachim Schlichte hat diese Vorlage »modern« bearbeitet und daraus so genannte Un-Gedichte geschaffen. Diese Werke standen im Mittelpunkt des ersten kulturellen Events im neuen Johanniter-Stift in Karben.

Präsentiert wurden die Variationen von drei sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten: Andreas Hofmann (auch bekannt als Journalist der Wetterauer Zeitung) trug Originale vor; Dr. Schlichte übernahm es, mit leidenschaftlichem Vortrag seiner komplexen literatischen Konstrukte die Zuhörer an ihre Grenzen zu führen; die Aufgabe von Gottfried Lehr (Gewässerfachmann und Mundart-Barde) war es, die Gäste musikalisch zu versöhnen, u. a. mit hessischen Liedern zum Thema.

Optisch umrahmt war die Veranstaltung mit Bildern und Objekten von Künstlern des Netzwerks »Kunst für Genießer«, u. a. von Heidi Kahn, Marion Schmitz, Oliver Muth. Diese Kunstwerke werden dem Stift als Dauerleihgabe kostenlos  zur Verfügung stehen.

Angezettelt haben das Ganze Gabriele Röttger (Leiterin des Stifts) und Michael Luy (Initiator von „Kunst für Genießer“). Phillip von Leonhardi (Kulturdezernent der Stadt Karben und Initiator von Leonhardi Kulturprojekte)  hat offiziell die Veranstaltung eröffnet.

Und leckeren Wein gab es natürlich auch!

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Kunst im Kuhtelier

Wer Karben hört, denkt nicht sofort an Kunst. Tatsächlich gibt es dort einige spannende Aktivitäten – z.B. im Karbener Schloss, dem Stammsitz der Familie von Leonhardi. Der 41-jährige Philipp von Leonhardi ist seit ca. 10 Jahren Chef des Guts. Zunächst studierte er Jura und Kunstgeschichte, um sich anschließend der familiären „Pflicht“ zu beugen. Er ist nun der Leiter eines großen landwirtschaftlichen Betriebs und Hüter des Familienerbes u. a. in Form des Schlosses. Seine Leidenschaft für Kunst war für ihn Motivation, Leonhardi Kulturprojekte zu gründen, die sich in den letzten Jahren einen sehr guten Namen für außergewöhnliche Kunstprojekte mit überregionaler Bedeutung gemacht haben.

Da viele Wirtschaftsgebäude nicht mehr für die Landwirtschaft gebraucht werden, konnte Peter Mayer den alten Kuhstall übernehmen. Er hat ihn liebevoll und gekonnt ausgebaut. Der ehemalige Versicherungsmanager hat seine neue Berufung gefunden. Er verbindet Bildhauerei mit Coaching und sieht den Raum auch als Treffpunkt für neue Ideen und Netzwerke.

Michael Luy ist leidenschaftlicher Händler spanischer Weine und ebenso leidenschaftlicher Kunstfreund. Mit seiner Initiative Kunst für Genießer versucht er, weniger bekannten Künstlern eine Plattform zu geben.

Die aktuelle Ausstellung Farbkontraste zeigt Arbeiten von Susanne Weber und Eva-Maria Wirth. Sie pflegen unterschiedliche Stile und Techniken. Während Susanne Weber vor allem Menschen und Gefühle mit starken Farben herausarbeitet, „zeichnet“ die Architektin Eva-Maria Wirth Landschaften und Häuser. Sie nutzt dabei u. a. einfach den Filzstift aber auch die Technik der Radierung.

Eine besondere Überraschung war der Besuch von Juanita Lascarro, die seit 9 Jahren an der Frankfurter Oper als Sopranistin tätig ist. Gesungen hat sie an diesem Abend nicht, denn für den musikalischen Teil war Gottfried Lehr zuständig, der mit „Unterstützung“ seiner Tochter und der Gitarre Lieder auf hessisch vorgetragen hat.

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Die Wirtschaftsgebäude am Schloss sind heute nur noch gering genutzt und werden deshalb vermietet. Peter Mayer hat den Kuhstall übernommen und ihn liebevoll und mit großem Aufwand umgebaut. Seit Anfang 2011 steht er für die künstlerischen Aktivitäten zur Verfügung. Der ehemalige Versicherungs-Manager Peter Mayer ist nun Bildhauer und Coach. Er sieht den Raum als Angebot für neue Ideen und Netzwerke. Neben Kunstausstellungen lädt er jeden 2. Mittwoch im Monat ab 20:00 Uhr zum Debatierclub Horsch & Babbel ein.

Die aktuelle Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit Michael Luy entstanden. Er ist leidenschaftlicher Händler von spanischen Weinen und genauso leidenschaftlich engagiert für Kunst. Er hat das Künstlernetzwerk Kunst für Genießer gegründet, das weniger bekannten Künstlern Öffentlichkeit verschaffen will.