Archiv der Kategorie: 010 Kultur

Künstliche Intelligenz im Kunstverein

Wer schon immer wissen wollte was künstliche Intelligenz ist und wie sie funktioniert, hat bis 8.4.2018 die Chance, etwas reinzuschnuppern. In der Ausstellung »I am here to learn« im Frankfurter Kunstverein (Steinernes Haus) kann man an von Künstlern gestalteten Beispielen »selbst lernender Systeme« deren Wirkungsweisen erkennen. Nicht alles erschließt sich sofort, deshalb sollte man genügend Zeit mitbringen, um in Ruhe in die teilweise interaktiven Werke vorzudringen.

Die folgenden Bilder können die Komplexität künstlicher Intelligenz kaum verdeutlichen. Sie sollen nur Appetit auf mehr machen.

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BV-Massenheim Auenkunst 2017

Seit 2007 gibt es die jährlich wechselnde Freiluft-Ausstellung »Auenkunst« in Bad Vilbel-Massenheim (am Erlenbach links und rechts der Mühlstraße). Überwiegend regionale Künstler (inkl. Rheinhessen) zeigen wahrlich kreative Arbeiten, meisterlich umgesetzt aus unterschiedlichen Materialien.

Seit 2016 wird die Ausstellung kuratiert von Frau Dr. Astrid Jacobs

In diesem Beitrag werden vor allem die neuen Kunstwerke vorgestellt. Auch die älteren Exponate und alle Künstler sind im Flyer der Stadt Bad Vilbel zu sehen.

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Musik und Theater am Main-Ufer – Sommerwerft gestartet

Eine geballte Ladung Musik und Theater mit internationalem Flair vom 21.7. – 6.8.2017 auf der »Weseler-Werft« – in der Nähe der EZB.

Gestartet hat die Frankfurter Theatergruppe Antagon (Organisatoren der Sommerwerft), wie so oft, mit einem »Demonstrationszug« durch Frankfurt. Die Passanten sollten auf das tolle Ereignis aufmerksam gemacht werden, verbunden mit einem Appell an die Politik, sich weiter für den Erhalt der freien Theater einzusetzen – vor allem dieses Großereignis, das nur durch viele ehrenamtliche Helfer bestehen kann.

Neben den Musikgruppen im Beduinenzelt war der Knaller des ersten Abends die Aufführung von Faust III – einer fantastischen Interpretation von Goethes Werk mit den bekannt furiosen Acts der Antagontruppe. Das Motto: Theater über Geld.

Die Atmosphäre direkt am Main ist einfach berauschend. Das fulminante Programm ist immer einen Besuch wert. Leckeres Essen und Trinken gibt es für kleines Geld. Die Kunst ist kostenlos. Deshalb freuen sich die Veranstalter natürlich über reichlich Applaus aber auch über eine finanzielle Anerkennung. Das Budget ist wie immer knapp.

Tipp: für einen Besuch im Beduinenzelt Geduld mitbringen. Die wenigen Plätze sind schnell – bereits vor Programmbeginn – belegt.

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Schlagend von der Baumrinde zum Stoff – And the beat goes on …

Gewebte Stoffe gibt es weltweit schon sehr lange. Daneben entwickelte sich in Ozeanien, Indonesien, Afrika und dem Amazonasgebiet eine kaum bekannte Kulturtechnik: Stoffgewinnung aus Rindenbast, vor allem vom Maulbeerbaum und Brotfruchtbaum.

Die aktuelle Ausstellung des Weltkulturen Museums zeigt die fast vergessene Technik und vor allem wunderbare Ergebnisse.

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Spektakel in Frankfurt – Sommerwerft startet in 15. Saison

Ein buntes Völkchen aus fantasievollen Gestalten – Künstler u. a. mit russischen, südamerikanischen, spanischen und natürlich auch deutschen Wurzeln, traf sich am Goetheplatz. Mit Maskerade, Musik und Tanz fanden sie ein passendes internationales Publikum, das sich gerne beim Shoppen unterbrechen ließ und begeistert zum Handy griff. Nach einem »Demonstrationszug« zum Römer – mit starker Polizeibegleitung (2 Motorräder, 5 Mannschaftswagen bei ca. 50 »Demonstranten«!) ging es am Sommerwerftgelände mit dem Programm los. Bis 7. August werden Musik, Theater, Workshops und Film geboten – für Erwachsene und Kinder. Das Ganze wird von »Protagon – Freunde und Förderer freier Theateraktion« mit vielen ehrenamtlichen Helfern gestemmt. Der beträchtliche finanzielle Aufwand wird aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen, Einnahmen aus Essens- und Getränkeverkäufen finanziert. Aus öffentlichen Töpfen kommt auch etwas – es könnte mehr sein! Die neue Stadtregierung will künftig das Budget für unabhängige Kunst aufstocken. Vielleicht kommt auch etwas bei der Sommerwerft an? Die neue Stadträtin Ina Hartwig hat hoffentlich ein Herz für diese gewaltige kreative Quelle, besonders in einer Zeit, in der das Fremde zunehmend als bedrohlich empfunden wird.

Leider kann ich in den nächsten Tagen nicht dabei sein. Nächster Bericht ab 2.8.

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Fechenheim | Kunstaktionen – Aktionskunst

Der Verein PolymerFM vergibt jährlich Stipendien an Kinder bzw. Jugendliche zwischen 11 und 20 Jahren.  Am 9.7.2016 zeigten die Stipendiaten 2015/16 ihre Werke, die unter dem Motto »Kunstaktionen – Aktionskunst« standen. Sie haben mit viel Freude und Einsatz gemeinsam Mobile für die Straßenlaternen in der Straße Alt Fechenheim entworfen und mit kunstvoll gestalteten mobilen Müllbehältern den Dialog mit den Passanten in Fechenheim gesucht. Die Konzepte wurden gemeinsam erarbeitet und künstlerisch umgesetzt. An ihrer Seite stand Sabine Lauer von »DAS KUNSTBÜRO«. Sie hat die Mädchen (Jungs waren dafür nicht zu gewinnen) motiviert und inspiriert. Die Gespräche mit den Fechenheimern zum Thema Müll waren eine besondere Herausforderung. Galt es doch, »Fremde« anzusprechen und sein Anliegen »zu verkaufen«. In einigen Fällen mussten zunächst Verständnisprobleme überwunden werden. Bemerkenswert ist, dass etliche Mädchen ausländische Wurzeln haben. Sie kommen aus kroatischen, marokkanischen, kurdischen Familien – sind aber erkennbar hier angekommen.

Nun beginnt die nächste Runde mit dem Motto »Enkaustik | Kunst mit Wachs«. (Enkaustik = malen mit Wachs). Interessenten finden weitere Infos hier.

 

Michael Ende – beim TheaterUmriss

Die stark industriell geprägte westliche Gutleutstraße mit dem Kraftwerk und vielen Gewerbebauten birgt einige Schätzchen – z. B. den gut versteckten romantischen Sommerhoffpark. Direkt gegenüber, auf der anderen Straßenseite, liegt ein Klinkerbau von ca. 1928, das ehemalige Verwaltungsgebäude der Druckfarbenfabrik Dr. Milchsack. Nach der Insolvenz des Betriebes werden die Produktionshallen intensiv als »Kulturfabrik« genutzt, so u. a. vom Theater  »Landungsbrücken«.

Diese Räume nutzt auch die freie Gruppe »TheaterUmriss«, die unter Leitung von Sebastian Bolitz seit ca. 2 Jahren in Frankfurt aktiv ist. Seit etlichen Jahren hat er die Idee, den vielfältigen, phantastischen, philosophischen Stoff aus Michael Endes Werken (u. a. »Die unendliche Geschichte«, »Momo«, »Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer«) auf die Bühne zu bringen. Mit »Being Pagat« (Pagat = Gaukler/Magier aus »Das Gauklermärchen«) hat er ihn mit der Theatergruppe realisiert. Zitate aus dem gewaltigen Werk von Michael Ende verweben sie voller Hingabe und Emotionen bei ihrem von Körpersprache und Mimik geprägten Spiel .

Die folgende Bildergalerie stellt Mitwirkende des Stücks vor. Die zweite Galerie zeigt Bilder aus »Being Pagat«.

Bilder zu »Being Pagat« von Stefan Chytrek – nächste Möglichkeit das Stück zu sehen: Sommerwerft in Frankfurt vom 22.7. – 7.8.2016 – zwischen Main und EZB. Wir sehen uns dort.

Antagon – was ist das?

Viele Frankfurter haben sie zwar schon gesehen – mit ihren phantsievollen Stelzenauftritten,  aber nur wenige kennen sie wirklich, obwohl sie bereits seit 25 Jahren existieren – die internationale Theatergruppe Antagon. Ich kannte zwar den Namen, hatte jedoch keine Vorstellung, was sich hinter Antagon verbirgt.

Also nichts wie hin. Erster Eindruck bei trübem Frankfurter Wetter: alles ziemlich trist und zunächst abweisend. Dann die Überraschung: Ich wurde mit offenen Armen empfangen. In den Gesprächen wurde die Freude und Leidenschaft am Schauspiel spürbar. Larissa aus der Verwaltung hat mir alle Einrichtungen inklusive der Kellerwerkstätten gezeigt. Ein Teil der Antagonhalle wird für Proben, Aufführungen und Workshops genutzt. Ein anderer Teil ist mit Schwingboden ausgerüstet und wird u. a. für Tanztraining genutzt. Die Halle ist mit professioneller Bühnentechnik ausgestattet. Alles ist mobil, weil sehr oft auf Straßen und Plätzen und im Ausland gespielt wird.

Das Wichtigste sind jedoch die Schauspieler – aus vielen Ländern, u.a. Brasilien, Iran, Chile, Litauen, Finnland, Italien … – mit allen Reizen der kulturellen und sprachlichen Vielfalt. Die Menschen in der folgenden Galerie habe ich zufällig dort getroffen. Sie leben überwiegend auf dem Gelände miteinander. Nicht alle haben eine Schauspielausbildung aber alle sind hochmotiviert und arbeiten intensiv an ihren Fähigkeiten. Die Stücke werden gemeinsam entwickelt und ausgearbeitet, zusammen mit Regisseuren und Dramaturgen. Es herrscht eine offene freundliche Atmosphäre.

Beste Gelegenheit, Antagon und viele andere freie Theatergruppen kennen zu lernen, ist die Sommerwerft in Frankfurt vom 22.7. – 7.8.2016 – bei der EZB – neben dem Restaurant Oosten.

Weltkulturenmuseum – Papua Neuguinea – moderne Kunst und Traditionen

Dr. Eva Raabe hat in der Ausstellung LUKIM GEN (Ein Rückblick) »moderne« Kunst aus den siebziger Jahren zusammengestellt. Die Künstler waren von der Aufbruchstimmung der Unabhängigkeit (1975) beeinflusst. In den Werken sind ihre kulturellen Wurzeln deutlich spürbar. In diesem Staat haben sich über Jahrtausende ca. 1000 Gruppen – weitgehend unbeeinflusst vom Rest der Welt – entwickelt. Diese Vielfalt ist ein wichtiger Impulsgeber. Leider hat die Dynamik der Kunstszene durch die politische Instabilität einen deutlichen Dämpfer erhalten.

Die folgenden Bilder zeigen nur einen kleinen Ausschnitt. Besser ist natürlich eine Reise in die Vergangenheit eines fernen Landes: Die Ausstellung wird bis 19. Juni 2016 gezeigt.

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Gallustheater bringt ZuKT: Tanz = Geschichten erzählen …

… und dies über Sprachgrenzen hinweg. Studenten der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) zeigen jeweils zum Semesterende unter Leitung von Prof. Dieter Heitkamp ihr Können, ihre Fähigkeit, Geschichten kreativ und voller Leidenschaft zu tanzen. Hinter dem Kürzel ZuKT versteckt sich »Zeitgenössischer und Klassischer Tanz«. Besonders beim Zeitgenössischen Tanz spielen Konventionen nur noch eine geringe Rolle. Kreativität und Überwinden von Gepflogenheiten sind wichtiger.

Die Acts werden seit vielen Jahren 2 x jährlich im Gallustheater in Frankfurt gezeigt. Es lohnt sich, auf der Website der HfMDK bzw. des Gallustheaters nach den Terminen zu suchen. Da in der Regel nur 3 Termine angeboten werden, sollten die Karten frühzeitig gebucht werden.